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Wie leicht haben es dagegen... (29.7.10)

 

 

Theodosius I.

347
Am 11. Januar wird Flavius Theodosius in Cauca, dem heutigen Coca, einer Kleinstadt in der nordwestlichen spanischen Provinz  geboren. Sein Vater ist der gleichnamige Feldherr Theodosius.
368 - 369  Theodosius schlägt die militärische Laufbahn ein und nimmt an Feldzügen seines Vaters in Britannien teil. 
370  Mit seinem Vaters zieht Theodosius gegen die Alemannen am Rhein. 
374  Theodosius erhält eine Militärprovinz auf dem Balkan untersteht. Er besiegt die Sarmaten, iranische Reiter, die mit der beginnenden Völkerwanderung aus dem Osten eindringen.
376  Theodosius beendet seine militärische Karriere und heiratet Aelia Flacilla aus der spanischen Provinz. 
377  Aelia Flacilla gebärt Arcadius, den ersten Sohn. geboren. 
378  Valnes, der römische Ostkaiser, fällt In der Schlacht von Adrianopel am 9. August im Kampf gegen die Goten. Daraufhin holt der Westkaiser Gratian, Theodosius aus Spanien zurück und unterstellt ihm das Heer. 
379  Am 19. November wird Theodosius von Gratian zum Mitkaiser erhoben. Er erhält Dakien und Makedonien in Südosteuropa und die orientalische Provinz.  
380  Am 28. Februar legt Theodosius in seiner Eigenschaft als Kaiser ein für alle Untertanen verbindliches Bekenntnis zum Konzil von Nicaea ab. Das Treffen fand schon 325 statt. Konstantin der Große hatte es einst ins Leben gerufen, um den christlichen Glauben zu vereinheitlichen. 300 Bischöfe definierten in Nicaea die Grundzüge der christlichen Lehre und grenzten sich die Kirche von Glaubenspaltungen ab.  
Nachdem Theodosius gegen die Goten auf dem Balkan zunächst militärisch  erfolgreich ist, erleidet aber eine Niederlage. Nach schwerer Krankheit lässt er sich am Ende des Jahres taufen. 
381  Auf dem Konzil von Konstantinopel lässt Theodosius sein Bekenntnis vom 28. Februar des Vorjahres von der Kirche bekräftigen. 
382  Theodosius einigt sich mit den Goten. Gegen militärische Unterstützung für Rom erhalten sie Siedlunggebiete am Unterlauf der Donau. 
387  Theodosius schließt einen Vertrag mit dem Sassanidenreich. Armenien soll  Armenien geteilt werden. Im gleichen Jahr heiratet er Galla, die Schwester von Valentinians II., dem römischen Kaiser im Westen.
388  Theodosius zieht in den Krieg gegen Magnus Maximus. Dieser war zuvor  in Italien eingefallen und hatte Valentinian II. in die Flucht geschlagen. Maximus wird von Theodosius geschlagen und getötet.
390  Nach der harten  Niederschlagung von Unruhen in Thessaloniki schaltet sich Bischof Ambrosius und fordert den Kaiser zur Buße auf. 
391  Theodosius verlässt Italien und macht sich nach Konstantinopel auf, wo er Maßnahmen gegen Nichtchristen einleitet.Tempel werden geschlossen und der Götterkult verboten. 
392  Am 15. Mai wird Valentinian II. erhängt in seinem Palast gefunden. Der Rhetoriklehrer Eugenius reißt die Herrschaft an sich, und wir dabei von Arbogast unterstützt. Beide vertreten die römische, nichtchristliche Oberschicht.
393  Am 23. Januar erhebt Theodosius seinen Sohn Honorius zum Mitkaiser. Die Olympischen Spiele, die zu Ehren des Göttervaters Zeus ausgetragen werden, sind Theodosius ein Dorn im Auge. Sie werden verboten. Die griechischen Heiligtümer und Tempel, unter ihnen der Zeustempel in Olympia, werden 426 unter Theodosius II. flächendeckend zerstört. Die Athener Akademie, einst von Platon begründet, lehrt aber noch bis ins Jahr 529 weiter, ehe sie von Justinian geschlossen wird.
394  Theodosius besiegt Eugenius und Arbogast am 6. Septemper in der Schlacht im Vipava-Tal, das heute zwischen Italien und Slowenien befindet. Eugenius wird gefangen genommen und hingerichtet. 
395  Kaiser Theodosius I. stirbt am 17. Januar in Mediolanum, dem heutigen Mailand. Zuvor hatte er angeordnet, Reich auf seine beiden Söhne zu verteilen. Die Einheit des Weströmischen Reiches ist damit beendet.
   
  Literatur:
Leppin Hartmut: Theodosius der Große. Auf dem Weg zum christlichen Imperium; Darmstadt 2003; Lippold Adolf: Theodosius der Große und seine Zeit; München 1980.
 
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