Biografien
menü
Übersicht Aphilia Forum AVDS

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

aphilia - Geschichte
aphilia - Theologie
Feed Philosophie
Heiliges Römisches Reich...
HRR is 1268? Kaum, von... (3.3.10)

 

 

Constantin der Große

um 280
Constantin der Große wird in Naissus (Illyrien), heute Niš in Serbien geboren. Seine Eltern sind Constantius Chlorus und Helena.
284
Am 20. November wird Diocletian zum Kaiser ausgerufen.
303 Die  Christenverfolgung unter den beiden Kaisern Diocletian und Maximian beginnt. 
305 Diocletian und Maximian treten am 1. Mai gemeinsam zurück. Zweite Tetrachie. (Vierherrschaft) Die Augusti (Oberkaiser) sind Constantius und Galerius. Cäsaren (Unterkaiser) sind Severus und Maximinus Daia.
306
Nach dem Tod von Constantius in Eburacum (York) wird Constantin am 25. Juli von den Truppen zum Augustus (oberster Kaiser) ausgerufen, jedoch von Galerius nur als Cäsar anerkannt.
307
Vermählung von Constantin mit Fausta, der Tochter von Maximian. Constantin nimmt wieder den Augustus-Titel an.
308
Am 11.November wird Licinius bei der Konferenz von Carnuntum von Diocletian zum West-Augustus erhoben. Vierte Tetrachie. Augusti sind Galerius und Licinius. Cäsaren und spätere Augusti sind Maximinus Daia und Constantinus. Maximian gerät in Ungnade, er wird von Diocletian zur Abdankung gezwungen und muss flüchten
310
Maximian wird an seinen Schwiegersohn Constantin ausgeliefert, der ihn in den Selbstmord treibt.
311
Kurz vor seinem Tod erlässt Galerius ein Toleranzedikt, das dem Christentum den anderen Religionen gleichstellt und somit den Christen im ganzen Imperium die freie Ausübung ihres Glaubens garantiert. Ungeachtet dessen kommt es zu erneuten Christenverfolgungen. 
312
Constantin gewinnt die Schlacht bei der Milvischen Brücke gegen seinen Widersacher Maxentius, den Sohn des Kaisers Maximian. Er ist nun alleiniger Herrscher im Westreich. Der Legende nach erscheint ihm während der Schlacht das christliche Symbol des Kreuzes mit der Inschrift "In diesem Zeichen wirst du siegen".
313 Constantin und Licinius verbieten mit dem Toleranzedikt von Mailand die Christenverfolgung. Diocletian stirbt.
314
In der Synode von Arles beschließen die christlichen Amtsträger eine Ächtung der sogenannten Donatisten, einer christlichen Glaubensabspaltung in Nordafrika.
316
1. Krieg zwischen Constantin und Licinius. Constantin besiegt Licinius am 8. Oktober in Cibalae.
324
2. Krieg zwischen Constantin und Licinius. Am 3. Juli besiegt ihn Constantin  in Adrianopel und am 18. September in Chrysopolis. Nach seiner Kapitulation in Nicomedia wird Licinius zum Rücktritt gezwungen. Constantin setzt die von Diocletian begonnene Verwaltungsreform fort und initiiert eine Trennung zwischen zivilen und militärischen Bereichen.
325 Ermordung des Licinius. Constantin ruft das ehemalige Byzanz als die neue Reichshauptstadt aus. Synode von Nicaea.
326
Es kommt zu einer Familientragödie: Constantin lässt seinen ältesten Sohn Crispus ermorden und kurz darauf seine Frau Fausta.
327-328
Synode von Nicomedia. Bau der Donau-Brücke von Oescus nach Sucidava.
330 Constantin verlegt seine Hauptresidenz nach Byzanz, das nun den Platz des alten Rom einnehmen soll. Die Stadt erhält den Namen Constantinopel. 
337 Kurz vor Beginn eines Feldzugs gegen die Sassaniden erkrankt Constantin schwer. Er stirbt bald darauf bei Nikomedia. Constantins Wirken verschaffte dem Christentum Einigung und Etablierung, so dass es später unter den Kaiser Theodosius I. und   Justinian I. zur Staatsreligion heranreifte . Die "Konstantinische Schenkung" ist jedoch wohl eine spätere Geschichtsfälschung, um die Gebietsausbreitung des Kirchenstaates zu rechtfertigen. Diese Sichtweise verbreitete sich in kirchlichen Kreisen erst im 15. Jahrhundert mit den Forschungen von Nikolaus von Kues.
   
  Literatur:
Bleckmann, Bruno: Konstantin der Große. Reinbek 1996. Eberhard, Horst: Konstantin der Große. Düsseldorf 1986.

footer

Aphilia - Forum