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Constantin der Große |
| um
280 |
Constantin
der
Große wird in Naissus (Illyrien), heute Niš in
Serbien
geboren. Seine Eltern sind Constantius Chlorus und Helena. |
| 284 |
Am 20. November wird Diocletian zum Kaiser ausgerufen. |
| 303 | Die
Christenverfolgung unter den beiden Kaisern Diocletian und Maximian
beginnt. |
| 305 | Diocletian und
Maximian treten am 1. Mai gemeinsam
zurück. Zweite Tetrachie. (Vierherrschaft) Die Augusti
(Oberkaiser) sind Constantius und Galerius. Cäsaren
(Unterkaiser) sind Severus und Maximinus Daia. |
| 306 |
Nach dem Tod von Constantius in Eburacum (York) wird Constantin am 25. Juli von den Truppen zum Augustus (oberster Kaiser) ausgerufen, jedoch von Galerius nur als Cäsar anerkannt. |
| 307 |
Vermählung von Constantin mit Fausta, der Tochter von Maximian. Constantin nimmt wieder den Augustus-Titel an. |
| 308 |
Am 11.November wird
Licinius bei der Konferenz von
Carnuntum von Diocletian zum West-Augustus erhoben. Vierte Tetrachie.
Augusti sind Galerius und Licinius. Cäsaren und
spätere Augusti sind Maximinus Daia und Constantinus. Maximian
gerät in Ungnade, er wird von Diocletian zur Abdankung
gezwungen und muss flüchten |
| 310 |
Maximian wird an seinen Schwiegersohn Constantin ausgeliefert, der ihn in den Selbstmord treibt. |
| 311 |
Kurz vor seinem Tod erlässt Galerius ein Toleranzedikt, das dem Christentum den anderen Religionen gleichstellt und somit den Christen im ganzen Imperium die freie Ausübung ihres Glaubens garantiert. Ungeachtet dessen kommt es zu erneuten Christenverfolgungen. |
| 312 |
Constantin gewinnt die
Schlacht bei der
Milvischen Brücke gegen seinen Widersacher Maxentius, den Sohn
des Kaisers Maximian. Er ist nun alleiniger Herrscher im Westreich. Der
Legende nach erscheint ihm während der Schlacht das
christliche Symbol des
Kreuzes mit der Inschrift "In diesem Zeichen wirst du siegen". |
| 313 | Constantin und
Licinius verbieten mit dem Toleranzedikt
von Mailand die Christenverfolgung. Diocletian stirbt. |
| 314 |
In der Synode von Arles beschließen die christlichen Amtsträger eine Ächtung der sogenannten Donatisten, einer christlichen Glaubensabspaltung in Nordafrika. |
| 316 |
1. Krieg zwischen Constantin und Licinius. Constantin besiegt Licinius am 8. Oktober in Cibalae. |
| 324 |
2. Krieg zwischen
Constantin und Licinius. Am
3. Juli besiegt ihn Constantin in Adrianopel und am 18.
September
in Chrysopolis. Nach seiner Kapitulation in Nicomedia wird Licinius zum
Rücktritt gezwungen. Constantin setzt die von
Diocletian begonnene Verwaltungsreform fort und initiiert eine Trennung
zwischen zivilen und militärischen Bereichen. |
| 325 | Ermordung des
Licinius. Constantin ruft das ehemalige Byzanz als die neue
Reichshauptstadt aus. Synode von Nicaea. |
| 326 |
Es kommt zu einer
Familientragödie: Constantin lässt seinen
ältesten Sohn Crispus ermorden und kurz darauf seine Frau
Fausta. |
| 327-328 |
Synode von Nicomedia.
Bau der Donau-Brücke von
Oescus nach Sucidava. |
| 330 | Constantin verlegt
seine Hauptresidenz
nach Byzanz, das nun den Platz des alten Rom einnehmen soll. Die Stadt
erhält den Namen Constantinopel. |
| 337 | Kurz vor Beginn eines
Feldzugs gegen die Sassaniden
erkrankt Constantin schwer. Er stirbt bald darauf bei Nikomedia.
Constantins Wirken verschaffte dem Christentum Einigung und
Etablierung, so dass es später unter den Kaiser Theodosius
I. und Justinian I.
zur Staatsreligion heranreifte . Die "Konstantinische
Schenkung" ist jedoch wohl eine spätere
Geschichtsfälschung, um die Gebietsausbreitung des
Kirchenstaates zu rechtfertigen. Diese Sichtweise verbreitete sich in
kirchlichen Kreisen erst im 15. Jahrhundert mit den Forschungen von Nikolaus
von Kues. |
| Literatur: Bleckmann, Bruno: Konstantin der Große. Reinbek 1996. Eberhard, Horst: Konstantin der Große. Düsseldorf 1986. |