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Stuttgart21 ist Umweltschutz...
Muss mich schon wundern... (31.7.10) |
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Otto Hahn
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| 1879 |
Otto Hahn
wird am 8.
März in Frankfurt am Main geboren. Sein Vater ist Heinrich
Hahn, Glasermeister und Unternehmer, seine Mutter Charlotte Hahn,
geborene Giese. |
| 1894 |
Erste Experimente zeugen vom wachsende Interesse Hahns an der Chemie. |
| 1896 |
Hahn besucht die
Vorträge von Martin Freund zum
Thema "organische Farbstoffe". |
| 1897-1901 |
Nach dem Abitur
studiert Hahn Chemie und Mineralogie an
den Universitäten zu Marburg und München. Er tritt
dem
Naturwissenschaftlich-medizinischen Verein bei. |
| 1901 |
Am 24. Juli wird Hahn
zum Dr. Phil. mit magna cum laude
ausgezeichnet. Seine Doktorarbeit "Über Bromderivate des
Isoeugenols" entsteht in Zusammenarbeit mit seinem Professor Theodor
Zincke. Ab Oktober dient Hahn für ein Jahr
der Armee. |
| 1902-04 |
Nach seiner Zeit bei
der Infanterie arbeitet Hahn
für zwei Jahre als Assistent für Professor Zincke.
Während dieser Zeit erscheint "Über die Einwirkung
von Brom auf Isoeugenol", Otto Hahns erste
Veröffentlichung. |
| 1904-06 |
Während seiner Tätigkeit als Assistent für Sir William Ramsay am University College in London entdeckt Hahn das Radiothorium. Später reist er nach Montreal an die McGill-University zu Ernest Rutherford, wo er auf Thorium C und Radioactinium stößt. Im Sommer 1906 beginnt Hahn mit Forschungen an der Berliner Universität. |
| 1907 |
Erstmals begegnen sich
Lise Meitner und Otto Hahn. Viele der folgenden
Veröffentlichung entstehen gemeinsam. |
| 1908 |
Hahn und Meitner
entdecken das Actinium C |
| 1909-1913 |
Durch eine Vielzahl
von Entdeckungen und
Veröffentlichungen macht sich Hahn einen Namen und
wird zum Professor ernannt. |
| 1914/15 |
Während des
ersten Weltkriegs dient Hahn dem
Heer, u.a. in der "Spezialeinheit für Gaskampf" |
| 1916 |
Hahn wird nach Berlin
versetzt und kann seine
Forschungsarbeit wieder aufnehmen. |
| 1919 |
An der Berliner
Universität bekommt Hahn einen
Lehrauftrag für Radioaktivität. |
| 1922 |
Otto Hahn erlebt im
selben Jahr sowohl die Geburt
seines Sohnes Hanno als auch den Tod seines Vaters Heinrich in
Frankfurt am Main. |
| 1923-1925 |
Drei Jahre in Folge
seht Otto Hahn auf der Vorschalgsliste für den
Chemie-Nobelpreis. |
| 1929 |
Hahn wird zum Direktor
des Kaiser-Wilhelm-Instituts
für Chemie. |
| 1934 |
Aus
Solidarität mit seinen jüdischen
Kollegen (u.a. Lise Meitner) verlässt Otto Hahn den
Lehrkörper der
Berliner Universität. Er tritt häufig
zu Gastvorlesungen und Kongressen im Ausland an. |
| 1938 |
Lise Meitner gelingt
die Flucht aus Deutschland.
Hahns Ehefrau Edith erkrankt psychisch und befindet sich mehrere Monate
in Behandlung. Otto Hahn entdeckt im Dezember die Spaltung
von Urankernen bei Neutronenbestrahlung. Damit ist der Weg für
den Bau der Atombombe beschritten. Wissenschaftler in den USA
sehen die Gefahr der Entwicklung einer neuen Waffe für das
nationalsozialistische Deutschland. Der Bau einer
amerikanischen Atombombe wird mit Hilfe des emigrierten Physikers Albert
Einstein
vorangetrieben. Die technische Leitung wird später Rober
Oppenheimer
übernehmen. |
| 1939-1944 |
Hahn und sein Kollege Straßmann veröffentlichen ihre Arbeit "Über den Nachweis und das Verhaltender bei der Bestrahlung des Urans mittels Neutronen entstehenden Erdalkalimetalle". Bis zur Zerstörung des Kaiser-Wilhelm-Instituts in Berlin untersuchen sie die künstlichen Atomarten, die bei den Spaltreaktionen auftreten. |
| 1945 |
Alle seit 1939
nachgewiesenen Spaltprodukte des Urans
werden von Hahn und seinen Mitarbeitern tabellarisch geordnet. |
| 1946 |
Otto Hahn erhält den Nobelpreis für Chemie. |
| 1947-1968 |
Begleitet von
zahllosen Ehrungen kämpft Hahn
während der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg international
für den Weltfreiden und den friedlichen Einsatz der
Kernenergie. Eine 1959 vorgeschlagene Wahl zum Nachfolger von
Bundespräsident Heuss lehnt Otto Hahn ab. |
| 1968 |
Am 28. Juli stirbt
Otto Hahn in Göttigen, nur
wenige Tage vor seiner Frau Edith. |
| Literatur: Walther Gerlach, Dietrich Hahn: Otto Hahn. Ein Forscherleben unserer Zeit, Stuttgart 1984; Klaus Hoffmann: Otto Hahn. Stationen aus dem Leben eines Atomforschers. Berlin 1979. |