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Otto von Guericke

1602
Otto von Guericke wird unter dem Namen als Sohn von Hans Gericke und Anna von Zweydorff in Magdeburg geboren. Seine Familie zählt zu den angesehnen Patriziern. 
1617
Otto von Guericke bereitet sich auf die Laufbahn zum Ratsherrn vor. Er genießt Privatunterricht und immatrikuliert sich dann an der Universität Leipzig.
1618 Mit dem Prager Fenstersturz beginnt der Dreißigjährige Krieg.
1621
Otto von Guericke erweitert seine juristischen Kentnisse in Jena. 
1623
Weiter Studien betreibt Otto von Guericke an der Univesrität im Niederländischen Leiden. Seine Interessen sind vielfältig, er beschäftigt sich mit Festungsbau, Arithmetik, Geometrie und Fremdsprachen
1626
Nach einer längeren Studienreise heiratet er Margarethe Alemann, mit der er drei Kinder hat. Er wird Bauherr im Rat der Stadt Magdeburg.
1631
Magdeburg, das sich im Krieg auf die Seite von Gustav Adolf von Schweden geschlagen hatte, erlebt sein schwerstes Schicksal. Die kaiserlichen Truppen unter dem katholischen General Tilly erobern und brandschatzen die Stadt. Otto von Guericke gerät in Gefangenschaft. Er kauft sich frei und flüchtet dann nach Braunschweig.
1632
Die kaiserlichen Truppen verlassen das völlig verwüstete Magdeburg. Otto von Guericke kehrt als Ingenieur in die schwedischen Diensten zurück und leitet den Wiederaufbau.
1642  Der Rat der Stadt Magdeburg ernennt Otto von Guericke zum offiziellen Abgesandten. Er nimmt später an den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden und dem Reichstag in Regensburg teil.
1645
Seine Frau stirbt. Otto von Gericke beginnt mit seinen Versuchen zur Pneumatik (griech. pneuma: Luft, Hauch).
1646
Otto von Guericke wird einer der vier Bürgermeister der Stadt Magdeburg.
1648 Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg.
1649
Er konstruiert die Kolbenvakuumpumpe, die ihm seine zahlreichen Versuche zu den Eigenschaften des Vakuums ermöglicht. Er weist nach, dass Licht das Vakuum durchdringt, nicht aber der Schall.
1652  Otto von Guericke heiratet Dorothea Lentke. Die Ehe bleibt kinderlos.
1654  Auf dem Reichstag in Regensburg präsentierte Otto von Guericke in Anwesenheit von Kaiser Ferdinand III. sein spektakuläres Experiment mit den "Magdeburger Halbkugeln".  Das Vakuum zwischen zwei Halbkugel hält diese zusammen.
1663
Er entwirft das Manuskript  "Experimenta Nova (ut vocantur) Magdeburgica de Vacuo Spatio" (Neue, so genannte, Magdeburger Versuche über den leeren Raum).  Außerdem konstruiert er die Elektrisiermaschine, den ersten elektrischen Generator zu Trennung von positiven und negativen Ladungen.
1666
Kaiser Leopold I. erhebt ihn in den Adelsstand.
1672 Drucklegung seiner Schrift zu den Magdeburger Versuchen.
1681  Guericke zieht zu seinem Sohn Otto nach Hamburg.
1686
Otto von Guericke stirbt im Haus seines Sohnes. Er wird zum der Begründer der Vakuumtechnik und der Elektrostatik.
 
  Literatur:
Kiaulehn, Walther: Die eisernen Engel. Eine Geschichte der Maschinen von der Antike bis zur Goethezeit. Neu aufgelegt, Hamburg 1953; Schneider, Ditmar: Otto von Guericke. Stuttgart 1997.

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