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 Novalis

Novalis

1772
Als Friedrich Leopold Freiherr von Hardenberg wird Novalis auf Gut Oberwiederstedt bei Mansfeld in Sachsen-Anhalt geboren.
1785 Nachdem der Vater zum Direktor der Salinen in Dürrenberg, Kösen und Artern ernannt wurde, siedelt die Familie nach Weißenfels über.
1788 Im Alter von 16 Jahren schreibt Novalis seine ersten Gedichte.
1790 Novalis geht an die Universität Jena und studiert bei Schelling und Fichte. Seine tiefe Bewunderung gilt Friedrich Schiller, mit dem er näher bekannt wird.
1791 Novalis veröffentlicht sein erstes Gedicht, die "Klagen eines Jünglings".
1792 Novalis begegnet den Gebrüdern August Wilhelm und Friedrich Schlegel.
1793 Immatrikulation an der Universität zu Wittenberg.
1794 Novalis schließt sein Studium ab und siedelt nach Tennstedt über, wo er eine Stelle beim Kreisamt antritt. Im November begegnet er seiner ersten großen Liebe Sophie von Kühn.
1795 Verlobung zwischen Novalis und Sophie von Kühn. In Jena kommt es zur Begegnung mit Friedrich Hölderlin und Johann Gottlieb Fichte. Im November des Jahres erkrankt Sophie, im Dezember tritt Novalis eine Stelle in Weißenfels an.
1797 Sophies Tod erschüttert Novalis schwer. Im selben Jahr stirbt auch sein geliebter Bruder Erasmus. Novalis verarbeitet die Verluste durch seine literarische Tätigkeit. In "Hymnen an die Nacht" entwickelt er eine melodische, schwermütige Sprache. Er liest den "Wilhelm Meister" von Johann Wolfgang Goethe. Außerdem beginnt er ein Studium an der Bergakademie in Freiberg.
1798 Novalis lernt Julie von Charpentier kennen, seine zweite große Liebe. Novalis fühlt sich dem romanischen Kreis um die Gebrüder Schlegel und Ludwig Tieck verbunden. Er besucht Goethe in Weimar und Schiller in Jena. In Leipzig trifft er Jean Paul. In der Sammlung "Athenaeum" veröffentlicht Novalis verschiedene Fragmente. Er beginnt mit der Arbeit an "Die Lehrlinge zu Sais" und "Blumen". Im Dezember verloben sich Novalis und Julie von Charpentier.
1799 Auf Anregung von Tieck beginnt Novalis mit seinem Entwicklungsroman "Heinrich von Ofterdingen". Das unvollendet gebliebene Werk schenkt der romantischen Bewegung ihr Symbol, die "Blaue Blume". Sein Aufsatz "Die Christenheit oder Europa" bringt die Sehnsucht nach einem religiös und politisch vereinten Abendland zum Ausdruck.
1800 Novalis wird Zum Salinen-Assesor ernannt. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich. Er beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Krankheit und Religion.
1801 Am 25. März stirbt Novalis während der Hochzeitsvorbereitungen.
   
  Literatur:
Schulz, Gerhard: Novalis. 16. Aufl. Hamburg 2005; Uerlings, Herbert: Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis. Werk und Forschung. Stuttgart 1991.

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