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 Johann Wolfgang Goethe

Johann Wolfgang von Goethe

1749 Am 28 August erblickt Johann Wolfgang Goethe als Sohn einer Patrizierfamilie in  Frankfurt am Main das Licht der Welt. Er erhält eine umfassende Bildung.
ab 1759 Goethe besucht im französisch besetzten Frankfurt häufig Theater- und Kulturveranstaltungen. 1763 hört er den damals siebenjährigen Wolfgang Amadeus Mozart.
1765 – 1768 In Leipzig studiert Goethe Jura, obwohl er eher eine Abneigung dagegen hat.
1770 – 1771 In Straßburg führt er sein Studium fort. In Sesenheim (Elsass) lernt er die Pastorentochter  Friederike Brion kennen und verliebt sich in sie.  Mit den "Sesenheimer Liedern" beginnt Goethes Laufbahn als Lyriker und die Literaturrichtung, die man "Sturm und Drang" nennen wird.
1771 – 1772 Goethe promoviert zum Lizentiaten der Rechte und richtet sich eine Kanzlei in Darmstadt ein. Nebenher schreibt er, u. a. "Wanderers Sturmlied".
1772 Goethe stellt den "Götz von Berlichingen" fertig.
1773 – 1775 Der Urfaust entsteht, ebenso "Prometheus" und "Mahomet"
1774 In seinem Roman "Die Leiden des jungen Werther" verarbeitet er den Fall des Darmstädter Juristen Karl Jerusalem, der aus unerwiderter Liebe den Freitod wählte, sowie auch seine eigene unerwiderte Liebe zu Charlotte Buff.
1775 - 1781 Goethe wird Geheimer Rat und tritt beim jungen Herzog Karl-August in den weimarischen Staatsdienst ein. Er befasst sich mit Mineralogie und besucht anatomische Vorlesungen.
1782
Kaiser Joseph II. erhebt Goethe am 10.April in den Adelsstand.
1786 – 1788 In Begleitung von Frau von Stein reist Goethe nach Karlsbad. Nach der Rückkehr fährt er - ohne sie - nach Italien. Es beginnt der Übergang zu Goethes klassischer Periode. In Rom beginnt er mit neuen Schriften und Kunststudien. Zurück in Weimar lernt Goethe Christiane Vulpius kennen.
1787 Nach der Vorlage des antiken Tragödiendichters Euripides stellt Goethe das Drama "Iphigenie auf Tauris" fertig.
1788 In Jena, wo er sich zur Pflege wissenschaftlicher Unternehmungen häufig aufhält, begegnet er zum ersten Mal Friedrich Schiller.
1791 - 1817
Goethe leitet das Weimarer Hoftheater.
1795 - 1796
Der Entwicklungsroman "Wilhelm Meister" entsteht.
1797 Zusammen mit Schiller gibt Goethe die Xenien in Schillers Musenalmanach heraus. Auf Drängen seines Dichterfreundes arbeitet er weiter am "Faust".
1798 Goethe schreibt "Hermann und Dorothea".
1805 Anlässlich von Schillers Tod verfasst Goethe einen Epilog auf Schillers "Glocke".
1806 Goethe vollendet den "Faust I". Die Franzosen besetzen Weimar und nehmen Goethe kurzzeitig gefangen. Goethe lässt sich nach seiner Freilassung mit Christiane Vulpius kirchlich trauen.
1808 Auf dem Erfurter Fürstentag erhält er eine Audienz bei Napoleon. Goethe schätzt Napoleon als Mensch, nicht aber als Politiker und Kriegsherr.
1809 Die "Wahlverwandschaft" entsteht.
1811 Goethes vollendet sein autobiographisches Buch "Dichtung und Wahrheit". Thomas Mann wird mit seinem Goethe-Portait  "Lotte in Weimar" aus dieser Quelle schöpfen.
1819 Der "West-östliche Divan" wird veröffentlicht. Hierin verarbeitet Goethe seine Beziehung zu Marianne von Willemer, der Gattin des Bankiers Johann Jakob von Willemer.
1831 Goethe vollendet den "Faust, der Tragödie Zweiter Teil". Er zählt heute zur Weltliteratur.
1832 Am 22 März stirbt Goethe in Weimar. Mit Friedrich Schiller verband ihn eine innige Freundschaft. Dem 20 Jahren älteren Gotthold Ephraim Lessing ging er Zeit seines Lebens aus dem Weg.
   
  Literatur:
Boerner, Peter: Johann Wolfgang von Goethe. 28. Aufl. Reinbek b. Hamburg 1994; Frenzel, Herbert A. und Elisabeth: Daten deutscher Dichtung, Bd. 1, München 2001.

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