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Agaton Sax, vielen Dank... (13.7.10) |
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Wilhelm Grimm |
| 1786 |
Am 24. Februar erblickt Wilhelm Grimm, der jüngere der beiden Brüder, in Hanau am Main das Licht der Welt. Er verbringt seine Jugend im osthessischen Steinau. Sein Lebenslauf ist mit dem von Jacob Grimm nahezu identisch. Auch Wilhelm besucht das Frierichsgymnasium in Kassel und schreibt sich später für Jura an der Universität Marburg ein. |
| 1809 | Asthma und eine Herzerkrankung beunruhigen Wilhelm Grimm schon seit seinen Studienjahren. Wilhelm Grimm geht zur Kur nach Halle an der Saale. Er macht daraufhin Bekanntschaft mit Clemens Berntano und Achim von Arnim. Letzterer nimm Wilhelm in seine Wohnung auf. |
| 1812
-1815 |
Die Gebrüder
Grimm, Jacob und
Wilhelm, geben gemeinsam die Sammlung von mündlich
überlieferten Hausmärchen heraus. Sie orientieren
sich dabei an Achim und Brentanos Sammlungen von Volksliedern. Von 1814 an ist Wilhelm Sekretär an der Bibliothek in Kassel. |
| 1816 -1818 | Zwei Bände der "Deutschen Sagen" entstehen. |
| 1825 | Wilhelm heiratet Dorothea Wild. |
| 1828 |
Geburt seines Sohnes
Herman Grimm, der später an der Universität Berlin
Kunst- und Literaturgeschichte lehren wird. Sein Schwerpunkt wird die
Darstellung der Werke von Michelangelo, Raffael und Goethe. |
| 1830 |
Die Gebrüder
Grimm werden beide als Professoren nach Göttingen berufen. |
| 1837 | Jacob und Wilhelm gehören beide zu den "Göttinger Sieben", einer Gruppe von Professoren, die gegen einen Verfassungsbruch des Landesfürsten, des Königs von Hannover, protestieren. Sie werden beide fristlos entlassen und des Landes verwiesen |
| 1841 | Die Gebrüder Grimm siedeln nach Berlin und verbringen dort noch mehr als 20 Jahre ihres Lebens. Möglich wurde dies durch die Unterstützung von Bettina von Arnim, die die sich unablässigen für die Übersiedlung nach Berlin stark gemacht hatte. Es entstehen die redigierten Fassungen der "Kinder- und Hausmärchen" und der "Deutschen Mythologie". Als echtes Jahrhundertprojekt beginnen sie mit dem "Wörterbuch der deutschen Sprache", das Zeit ihres Lebens unvollendet bleibt. Die Gebrüder Grimm sind zwar Mitglieder der Preußischen Akademie der Wissenschaften, arbeiten aber weitgehend unabhängig von der renommierten Bildungsinstitution. Zwar dürfen sie an der Universität Berlin Vorlesungen halten, haben aber keine eigenen Lehrstühle, bleiben also de facto Privatgelehrte. |
| 1846 |
Wilhelm Grimm spricht am Germanistentag in Frankfurt über seine Arbeit am "Deutschen Wörterbuch". |
| 1850 | Jacob Grimm widmet sich ausschließlich der von ihm ins Leben gerufenen Sprachwissenschaft und Altertumskunde. Aus diesem Zweig entwickelt sich später die Germanistik. Wilhelm Grimm befasst sich mit den Literaturdenkmälern. |
| 1859 | Wilhelm Grimm stirbt am 16. Dezember in Berlin. |
| Literatur: Deneke, L.: Jacob Grimm und sein Bruder Wilhelm, Stuttgart 1971; Heidenreich, B./ Grothe, E. (Hg.): Kultur und Politik. Die Grimms. Frankfurt 2003. |