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Hauptsache, es geht gegen... (22.1.12)

 

 

Friedrich II., der Große   

1712
Am 24. Januar wird Friedrich in Berlin des Kronprinzen Friedrich Wilhelms I., des späteren "Soldatenköngs" Friedrich I. und seiner Gattin Sophia Dorothea geboren. Seine Erziehung sollte sich nach dem Willen des Vaters auf das Militärische und das Erlernen der harten Staatsführung beschränken. Heimlich erhält er von seinem Lehrer auch Musikunterricht un den Zugang zu den musischen Fächern.
1730 Friedrich unternimmt einen Fluchtversuch. Der Vater lässt seinen Sohn und dessen Freund Hans Herrmann von Katte wieder einfangen und vor ein Militärgericht bringen. Katte wird zum Tode verurteilt, und Friedrich muss die Hinrichtung seines Fluchtgefährten persönlich mit ansehen.
1731-32
Friedrich erhält zunächst eine Ausbildung im Verwaltungswesen, danach im Militär.
1733 Auf Anordnung des Vaters heiratet er  Elisabeth Christine von Braunschweig-Bevern. Das Paar lebt zunächst getrennt voneinander
1736 Friedrich und Christine siedeln ins 100 km nordwestlich von Berlin gelegene Schloss Rheinsberg. An der aufoktroyierten Ehe findet der Kronprinz wenig Gefallen. 
1738
Friedrich widmet sich der Musik und komponiert seine erste Symphonie.
1739 Friedrich setzt sich mit den Ideen von Niccolo Machiavelli auseinander, der einst in seinem Buch "Il Principe" (Der Fürst) ein Bild des idealen, aber an der Macht orientierte Herrschers dargelegt hatte. Er verfasst den "Antimachiavell", in dem sich der Herrscher von der Tugend leiten lässt.
1740 Nach dem Tod seines Vaters wird Friedrich preußischer König. Der Vater hinterlässt einen "wohl bestellen Staat", der mit harter Hand regiert wurde.
Friedrich II. zeigt sich zunächst als aufgeklärter und an den Idealen das Humanismus orientierter König. Er schafft die Folter ab, hebt die Zensur auf und fördert die Künste. Doch er nutzt auch das schlagkräftige Heer seines Vaters, um die österreichische Provinz Schlesien zu annektieren (1. Schlesischer Krieg)
1742 Einweihung der königlichen Oper in Berlin
1744/45 Der 2. Schlesische Krieg endet wieder mit einem Sieg Preußens. Von nun an erhält Friedrich den Beinamen "der Große".
1747 Einweihung von Schloss Sanssouci in Potsdam, vor den Toren Berlins.
1750-53 Friedrich der Große holt sich den scharfzüngigen Aufklärer Voltaire an den Hof. Schließlich kommt es zum Streit, bei dem Voltaire fliehen muss.
1756-63
Der 3. Schlesische Krieg weitet sich zum Siebenjährigen Krieg aus. Preußen steht dabei gegen fast alle europäischen Großmächte (Österreich, Rußland und Frankreich), kann sich aber trotz schwerer Niederlagen behaupten. Zu Gute kommt ihm der Tod seiner Erzfeindin, der russischen Zarin Elisabeth. Ihr Nachfolger Peter III. ist mit Friedrich befreundet und beendet 1762 den Krieg mit Preußen. Nach dem Friedenschluss mit den anderen Großmächten führt Friedrich eine Steuerreform durch, um die leeren Kassen wieder zu füllen.
1770
Friedrich der Große nähert sich dem Philosophen Immanuel Kant an, der lange Jahre ein eher kümmerliches Dasein fristen musste. Er stimmt einem ministeriellen Vorschlag zu und Kant wird zum Professor für Logik und Metaphysik in Königsberg.
1772 Durch die 1. polnische Teilung kann Friedrich der Große sein Herrschaft um das Gebiet Westpreußen erweitern. 
1768
Am 17. August stirbt Friedrich der Große in Potsdam. Er wird in der Garnisonskirche zu Potsdam beigesetzt.
1991 Seinem letzte Wunsch entsprechend wird der Sarg nach Sanccoussi gebracht. Friedrich der Große erhält die letzte Ruhe  in der zu Lebzeiten vollendeten Gruft im Weinberg des Schlosses.
  Literatur:
Krockow, Christian Graf von: Friedrich der Große. Ein Lebensbild.  Bergisch Gladbach 2000; Ohff, Heinz: Preußens Könige. München 2005.

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