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Martin Buber
Buber ist stark vom Zen... (23.1.12)

 

 

Voltaire

1694
21. November: Francois-Marie Arouet wird in Paris geboren (nach Voltaires Angaben am 20. Februar). Eltern sind der Notar Francois Arouet und seine Frau Marie Catherine. Am 13. Juli 1701 stirbt die Mutter.
1711
Francois-Marie verläßt das seit 1704 besuchte Jesuitenkolleg und wird Student der Rechte. 3 Jahre später gibt er das Rechtsstudium auf und wird Advokatengehilfe.
1717
Wegen einer Satire gegen den Regenten Ludwig XIV. wird Voltaire für ca. 11 Monate in die Bastille eingeliefert.
1723  Voltaire wird als Opfer einer Pockenepidemie in Paris ernsthaft krank.
1726 - 29
Wiederum verbringt Voltaire eine Haft in der Bastille, diesmal aber nur für zwei Wochen. Danach reist er nach England, um sich dem Bildungsgut seiner Zeit zu bemächtigen. Der englischen Königin widmet er das Epos "La Henriade". Voltaire macht sich damit als Schriftsteller einen Namen, denn das Buch wird zum Erfolg.
1731 - 34
„Die Geschichte Karls des XII.“ erscheint nach Schwierigkeiten mit der Zensur. „Der Tempel des Geschmacks“ erbittert die Schriftsteller von Paris. Seine  „Philosophischen Briefe" veröffentlicht er im Untergrund. 
1736  Voltaires Poem "Der Weltmann" erregt auf Aufsehen in Paris, er flüchtet nach Holland.
1745
„Die Prinzessin von Navarra" erscheint. Im selben Jahr wird er Historiograph (Geschichtsschreiber) von Ludwigs XV. 
1746 Aufnahme in die Académie Francaise und in die Petersburger Akademie.
1750 Der preußische Herrscher Friedrich der Große holt Voltaire an seinen Hof. 
1751
"Das Jahrhundert Ludwigs XIV.“ wird beendet. Im nächsten Jahr beginnt ein Konflikt mit Friedrich wegen seiner „Streitschrift des Doktor Akakia“.
1753
Der Sreit mit Friedrich dem Großen eskaliert, und Voltaire muss flüchten. Am 27. März wird er in Frankfurt durch den preußischen Residenten festgehalten, er findet eine Aufnahme beim pfälzischen Kurfürsten. Da eine Rückkehr nach Paris unmöglich, siedelt Voltaire im folgenden Jahr nach Genf über.
1756
„Versuch über die Sitten und den Geist der Nationen“ erscheint. Mitarbeit an der „Encyclopédie“ der Aufklärer d'Alembert und Diderot.
1759
Der Roman "Candide" wird veröffentlicht. Uraufführung der Tragödie "Tancrède" in Paris. Mit seiner Formel "Écrasez l´infâme" (Zermalmt die Unverschämte) wendet sich Voltaire gegen die geistige Bevormundung durch die Zensur und den Klerus.
1760
Bruch der Freundschaft mit dem Aufklärer Jean-Jacques Rousseau. "Memoiren aus dem Leben des Herrn von Voltaire" erscheint.
1762
Voltaires wirkt als „Anwalt der Verfolgten“ in den Prozessen gegen Jean Calas, und Jean Paul Sirven. Calas wird hingerichtet, Sirven erst zum Tode verurteilt, dann aber rehabilitiert.
1763
Er veröffentlicht das "Traktat über die Toleranz aus Anlaß des Todes von Jean Calas". Die "Geschichte des russischen Reiches unter Peter dem Großen" wird veröffentlicht.
1767 - 69
"Wichtige Untersuchung des Lords Bolingbroke oder das Grab des Fanatismus", "Das Naturkind", "Die Prinzessin von Babylon", "Gott und die Menschen" und weitere kirchenkritische Schriften erscheinen.
1770
Beginn der neun Bände der "Enzyklopädischen Fragen". Voltaire tritt bis 1777 als Jurist für die Rechte der Leibeigenen ein.
1778
Nach fast 28-jähriger Abwesenheit kehrt Voltaire nach Paris zurück und wird triumphal empfangen. Später erleidet er einen gesundheitlichen Zusammenbruch. Am Am 30. Mai gegen elf Uhr abends stirbt Voltaire. In derselben Nacht wird die Leiche in die Abtei Scellières in der Champagne überführt, wo die Beisetzung erfolgt. Voltaire hinterlässt ein umfangreiches Werk von über 700 Texten. Johann Wolfgang Goethe arbeitet später an der Übersetzung Voltaires ins Deutsche.
1791
30. Mai: Voltaires sterbliche Überreste werden in das Pariser Panthéon übergeführt.

 

Literatur:
Holmsten, Georg: Voltaire. Reinbek bei Hamburg 1971; Kunzmann, Peter: dtv-Atlas zur Philosophie. München 1996.

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