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Aphorismen und Sprüche...
Der Unterschied zwischen... (28.7.10)

 

Niccoló Machiavelli

1469
Am 3. Mai kommt Niccolo Machiavelli in Florenz zur Welt. Er wächst mit seinen drei Geschwistern in einer verarmten Patrizierfamilie auf. 
1498-1512
Bei den zurückliegende Auseinandersetzungen zwischen den Medici auf der einen und den Anhängern des Bußpredigers Savonarola auf der anderen Seite vertrat Machiavelli eine eher neutrale Haltung. Dies macht ihn geeignet, um nun die politische Bühne in Florenz zu betreten.
Er untersteht als Staatssekretär dem  „Dieci di pace e di libertà“ (ital: Zehn von Frieden und Freiheit), der als zehnköpfiger Rat die Geschicke des Staststaates leitet.  Als Diplomat besucht er Cesare Borgia im mittelitalienischen Urbino,  Papst Julius II. in Rom, den französischen König Ludwig XII. in Paris und Kaiser Maximilian I. in Wien.
1506
Machiavelli organisiert eine Florentiner Bürgermiliz. Sie hält er für loyaler als fremde Söldnertruppen.
1509 Mit Hilfe seiner Truppe wird Pisa belagert und schließlich zur Kapitulation gezwungen.
1512
Machiavellis Miliz wird auf eine harte Probe gestellt. Die vertriebenen Medici führen spanische Infanterietruppen gegen die Florentinische Republik. Machiavelli meidet die offene Feldschlacht und lässt Männer in Florenz und dem bedrohten Städtchen Prato aufstellen. In Prato kommt es zum Ausbruch einer Schlacht, bei der die Allianz der Medici den Sieg erringt. Machiavelli wird nach der Schlacht seiner Ämter enthoben und in den Kerker geworfen. Unter der Folter verkrüppelt man seine Hände.
1513  Machiavelli wird wieder freigelassen und auf sein kleines Landgut nahe von Florenz verbannt. Es entsteht sein politisches Hauptwerk  "Il Principe" (Der Fürst).
1517-1518  Machiavelli versucht seine gesellschaftliche Rehabilitation auch über ein anderes Genre. "La Mandragola", seine Komödie über die Macht und Ohnmacht der Tugend, wird zwei Jahre später in Florenz uraufgeführt.
1519-1527  Auch bei den Medici ist Machiavellis Stern wieder am steigen. Die Universität zu Florenz beauftragt Machiavelli mit der Aufzeichnung der Stadtgeschichte.
1520  Machiavelli verfasst seine Abhandlung "Über die Kriegskunst".
1525
Machiavelli überreicht Papst Clemens VII. bei einer Audienz seine "Florentinische Geschichte".
1527  Am 22. Juni stirbt Machiavelli. Kurz vorher war er nach einem erneuten Sturz der Medici ein zweites Mal aller Ämter enthoben worden. Machiavellis "Il Principe" ein kühles Buch über die Erhalung politischer Macht, wird bis heute sehr kontrovers diskutiert. Der Preußenkönig Friedrich II.verfasst rund drei Jahrhunderte später seinen "Antimachiavell", in dem er die Machiavellis Thesen verwirft. Im Philosophen Jean-Jacques Rousseau hingegen findet Machiavelli einen Bewunderer.
   
  Literatur:
Barincou Edmond : Niccoló Machiavelli; Reinbek 1958; Dirk Hoeges: Niccolò Machiavelli, Die Macht und der Schein, München 2000; Wolfgang Kersting, Niccolò Machiavelli, 3. Auflage, München 2006, Herfried Münkler: Machiavelli. Frankfurt am Main 2004, Quentin Skinner, Machiavelli zur Einführung, 4. Auflage, Hamburg 2004.

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