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Agaton Sax, vielen Dank... (13.7.10) |
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Giovanni Boccaccio
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| 1313 |
Geboren
wird Giovanni Boccaccio in Florenz, als unehelicher Sohn eines
italienischen Kaufmanns und einer französischen
Adligen. Die Kindheit verbringt er in Florenz im
Haus des Vaters, der für die Bankgesellschaft Compagnia dei
Bardi tätig ist. |
| 1327 | Mit vierzehn
Jahren wird er nach Neapel in eine Filiale der Bank geschickt,
um Kaufmanns zu werden. Giovanni kommt dem elterlichen Wunsch
wenig entgegen und widmet sich lieber der Literatur und den alten Sprachen. Am Hof des
Robert d´Anjou knüpft er Kontakte mit
Gelehrten und Literaten. Dabei übt er sich in Lyrik
und Prosa. |
| 1336-1338 | Boccaccios schreibt sein erstes Werk, den Roman "Il Filocolo". Den Stoff entlehnt er der Abenteuergeschichte "Floir et Blancheflor", die seit der Mitte des 12. Jahrhunderts in Frankreich populär ist. Boccacio vermischt in seiner Version antike, christliche und höfische Elemente. |
| 1338-1339 | Die griechische Theseus-Sage verarbeitet Boccaccio in seiner "Teseida". |
| 1340-1348 | Als Notar und Richter ist Boccaccio an den Höfen von Ravenna und Forli tätig. Zeitweise hält er sich auch in Florenz auf. Die Fabeln "Die Nymphe von Fiesole" und der Roman "Fiammetta" entstehen in dieser Zeit. |
| 1348 | Die Pest wütet über Europa. Der Verzweiflung setzt Boccaccio mit seinem berühmeten und lebenslustigen "Decamerone" die Hoffnung entgegen. |
| 1350 | Boccaccio trifft
den Dichter und Humanisten Petrarca. Sie
schließen eine lebenslange Freundschaft. Boccaccio
verfasst
ab nun zahlreiche Werke auf Latein. |
| 1355 | Boccaccio
erhält freien Zugang zur Bibliothek des Klosters von
Montecassino. Auf dem Felsenhügel zwischen Rom und Italien
habe viele antiken Schriften die Zeit überdauert.
Boccaccio und Petrarca beginnen mit andern Intellektuellen die
Wiederentdeckung der Antike. Sie studieren die Annalen des
Tacitus und die Metamorphosen des
Apuleius. |
| 1360 | Boccaccio hat mit dem Studium des Griechischen begonnen und setzt sich für die Schaffung eines Lehrstuhl für Griechisch in Florenz ein. Der Lehrstuhlinhaber Leontius Pilatus beginnt unter Boccaccios Obhut die Übersetzung von Homers Ilias und der Odyssee ins Lateinische, und macht sie so populär. |
| 1362 | Boccaccio reist nach
Neapel, um dort Königin Joanna von Neapel als
Mäzenin für seine Projekte gewinnen
möchte. Dies schlägt allerdings fehl. Boccaccio kehrt
auf seinen Landsitz in
Certaldo bei Florenz zurück. Während seiner letzten
Lebensjahre widmet sich Boccaccio der Religion. |
| 1371-1373 | Boccaccio wird von den
Vetreter der Stadt Florenz gebeten, die Göttliche
Komödie von
Dante öffentlich zu lesen
und zu interpretieren. Die
Universität Florenz bietet ihm ein auch einen Lehrauftrag an.
Boccaccio stimmt zu, wegen seines schlechten Gesundheitszustand muss er
beide Vorhaben aber bald wieder aufgeben. |
| 1374 | Boccaccios zieht sich
auf seinen Landsitz in Certaldo, zurück. |
| 1375 | Am 21. Dezember
schliesst Giovanni Boccaccio für immer die Augen. |
| Literatur: Maier, Katharina. Die berühmtesten Schriftsteller Europas. Wiesbaden 2007; Thomson, Samuel H.: Das Zeitalter der Renaissance. Von Petrarca bis Erasmus, München 1983. |