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Hauptsache, es geht gegen... (22.1.12) |
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Kardinal Richelieu
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| 1585 |
Armand-Jean du
Plessis de Richelieu wird am 9. September auf Schloss Richelieu, dem
heutigen
Département Indre-et-Loire als Sohn des François
du Plessis und der Susanne de La Porte geboren. Die Familie stammt aus
niederem Adel. Der der Vater, ein bedeutender
Heerführer, fällt in Richelieus
früher Jugend
im Krieg der Katholischen Liga gegen Heinrich IV. Die
Familie erhält den Bischofssitz von
Luçon in Westfrankreich als Versorgung. |
| 1594 |
Richelieu studiert
Theologie am
Collège de Navarre in
Paris, um später den Bischofssitz zu übernehmen.
Anschließend absolviert er eine militärische
Ausbildung. |
| 1608 |
Richelieu wird zum
Bischof von
Luçon. Er beginnt die Ordnung zu
reorganisieren. Als erster Bischof in Frankreich
setzt er die
Beschlüsse des Konzils von Trient um. |
| 1616 |
Maria von Medici, die
als
Königinmutter für Ludwig XIII. die
Staatsgeschäfte führt, holt Richelieu an den
französischen Königshof. Er wird
zum Staatssekretär
für Außenpolitik
und Kriegsführung. |
| 1617 | Ludwig beendet die Herrschaft seiner Mutter, Richelieu wird nach Avignon verbannt. |
| 1619 |
Ludwig XIII. holt
Richelieu zurück an den Hof. Er soll zwischen ihm und seiner
Mutter als Streitschlichter wirken. |
| 1622 |
Richelieu wird auf
Betreiben Maria von Medicis durch
Papst Gregor XV. zum Kardinal ernannt. |
| 1624 |
Richelieu
gehört wird einer der wichtigste Berater Ludwig
XIII. und sein erster Minister. Er reformiert
die Verwaltung, entmachtet den Adel, lässt ein
eigenes System von Verwaltungsbeamten und Spitzeln
aufbauen und zerstört die militärische
Machter der Anhänger der Reformation, die in
Frankreich Hugenotten genannt werden. Mit der Entmachtung des
Adels treibt er die Etablierung eines absolutistischen
Herrschaftssystems voran. |
| 1631 |
Um die
europäische
Vormachtstellung der Habsburger zu unterminieren,
unterstützt er die
protestantischen Fürsten im 30-jährigen Krieg.
König Gustav
Adolf von Schweden erhält finanzielle Zusicherungen.
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| 1635 |
Das katholische
Frankreich tritt offen in den Krieg gegen den Papst und den
katholischen Habsburger, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches
Deutscher Nation. Dabei gehört sogar Richelieus Frau
den Habsburgern an. Im selben Jahr gründet Richelieu die Wissenschaftsgesellschaft der Académie Française. |
| 1642 |
Richelieu stirbt am 4. Dezember in Paris. Er wird in der
Kapelle der Sorbonne beigesetzt. Seine politische Vision war
ein Europa unter der Hegemonie Frankreichs anstatt der
Habsburger. Frankreich sollte in einen absolutistischen Staat
umgewandelt werden. Gleichwohl förderte Richlieu auch den
Merkantilismus und die Kunst. |
| Literatur: Jean Meyer, Frankreich im Zeitalter des Absolutismus, 1515-1789. Aus dem Frz. übertr. v. Friedrich Weinert (Geschichte Fankreichs 3), Stuttgart 1990; François Bluche, Richelieu, Paris, 2003; Joseph Bergin: Richelieu and his age, Oxford 1992. |