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stuttgart 21
hmmm, in Wien, also etwas... (5.9.10) |
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Karl Martell |
| 688/89 |
Karl
Martell wird als Sohn des merowingischen Hausmeiers Pippin des
Mittleren aus der Familie der Arnulfinger bzw. der
späteren Karolinger und dessen Nebenfrau Chalpaida
geboren, sein Beiname "Der Hammer" ist erst seit dem 9.
Jahrhundert bekannt. |
| 714 |
Grimoald, der Sohn
Pippin des Mittleren aus seiner Ehe mit Plektrud, wird im April
ermordet. Pippin ernennt kurz vor seinem Tod im Dezember dessen Sohn
Theudoald zum Hausmaier und schließt Karl von der Herrschaft
aus, Plektrud läßt ihn in Köln festsetzen. |
| 716/17 |
Karl Martell, der aus
der Haft entkommen war, besiegt Plektrud und die Neustrier unter
Raganfried und erringt die Herrschaft über Austrasien. |
| 718 |
In der Schlacht von
Soissons schlägt Karl Martell die Neustrier und Aquitanier, er
wird schließlich als gesamtfränkischer Hausmaier
anerkannt, den fränkischen Königsthron besetzen nur
dem Namen nach bekannte merowingische Schattenkönige. Karl
beginnt fast jährliche Feldzüge nach Osten
und Süden zur Sicherung des fränkischen
Einflussbereiches. Eine Heeresreform nutzt Kirchengut zur
Ausgabe von Lehen und zum Aufbau einer schweren gepanzerten Reiterei.
Es ist der Anfang des mittelalterlichen Lehenswesens. |
| 720 |
Feldzug nach
Aquitanien und Friedensschluss, in diesen Zeitraum fällt auch
der Ende des thüringischen Herzogtums. |
| 723 |
Schutzbrief
für Winfried-Bonifatius zur Friesenmission (später
auch Mitteldeutschland), Karl Martell unterstützt auch die
Mission von Pirmin (Bayern) und Willibrod (Eichstätt) und ihre
Bistums- und Klostergründungen. Karl Martell nutzt
die kirchliche Mission zur Sicherung des fränkischen
Herrschaftsbereichs ebenso wie das Kirchengut. |
| 724 |
Kämpfe in
Sachsen, immer wieder Feldzüge nach Friesland. |
| vor
725 |
Karls heiratet
Chrotrud, aus ihr gehen die Söhne Pippin und Karlmann hervor,
unter denen nach seinem Tod das Reich aufgeteilt wird. |
| 725 |
Feldzug gegen die
Alamannen, Karl Martell fällt in Bayern ein. |
| 732 |
Sieg über die
Araber in der Schlacht von Tours und Poitiers, der Sieg wurde lange
überschätzt und war nur eine Episode in einer langen
Reihe blutiger Kämpfe. |
| 737 |
Siege über
die Araber bei Avignon und in der Schlacht an der Berre, Burgund und
die Provence werden Teil der fränkischen
Grafschaftsverfassung, nur Septimanien bleibt noch arabisch. Nach dem Tode Theuderich IV. besetzt Karl Martell den merowingischen Königsthron nicht neu, verzichtet aber im Gegensatz zu seinen Nachfolgern, darauf, selbst die Königswürde anzustreben. |
| 739 |
Hilferuf des Papstes
Gregor III. an Karl Martell wegen seiner Konflikte mit den Langobarden.
Da Karl mit den Langobarden verbündet war, reagiert er
zögerlich, obwohl ihn der Papst mit dem römischen
Konsulat (bzw. Patriziat) auszeichnete. Auch der Bilderstreit, in den
Gregor III. mit den Byzantinern verwickelt war, zeigt keine
Auswirkungen. Dafür unterstützt der Papst die
fränkisch-angelsächsische Mission unter Bonifatius
massiv (Ernennung zum Erzbischof und Legat). |
| um 740 |
Ende des Alemannischen Herzogtums im Elsass. |
| 741 |
Karl Martell stirbt am
22. Oktober in Quierzy, er wird in Saint Denis begraben, der
Grabstätte einiger merowingischer Könige. Der
Nachwelt bleibt Karl Martell als großer Krieger in
Erinnerung, aber auch als Kirchenräuber, er konsolidierte das
fränkische Reich, auf seine Erfolge bauen sein Sohn Pippin und
sein Enkel Karl
der Große auf. |
| Literatur: Theodor Breysig, Jahrbücher des fränkischen Reiches 714-741. Die Zeit Karl Martells. 2. Aufl. Berlin 1975; Jörg Jarnut (Hrsg.), Karl Martell in seiner Zeit, Beihefte der Francia 37, Sigmaringen 1994. |