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  Karl der Große im Porträit von Albrecht Dürer

Karl der Große

747
Karl der Große wird am 2. April geboren. Er entstammt dem Geschlecht der Amulfinger, das nach ihm auch das der Karolinger genannt wird. Sein Großvater ist der fränkische Hausmeier Karl Martell.
768-771
Er regiert das fränkische Reich zuerst gemeinsam mit seinem Bruder Karlmann. Nach dem Tod von Karlmann wird er 771 Alleinherrscher.
772 Karl beginnt seine Kriegszüge gegen die Sachsen im Osten. Er zerstört dabei die Irminsul, eine Holzsäule, die das zentrale Heiligtum des Sachsen darstellt. Im Süden erobert er das Langobardenreich und vereinigt es mit dem fränkischen Reich. Langobardenkönig Desiderius wird zur Abdankung gezwungen.
774 Karl nennt sich „König der Langobarden und Franken“.
777
Um die Sachsen zum Christentum zu bekehren, werden eigene Missionarsbezirke eingerichtet. Karl beruft im sächsischen Paderborn eine Versammlung ein, in der sich die meisten Sachsenführer zum Christentum bekennen. Bistümer werden errichtet und der Bau von Klöstern vorangetrieben. Karl baut seinen Königshof in Aachen zu einem Zentrum der Gelehrten aus. Alkuin entwickelt eine neue Schriftart, die Karolingische Minuskel.
782
Der Sachsenaufstand unter Stammesfürst Widukind wird niedergeschlagen. Beim Blutbad von Verden a. d. Aller werden Berichten zufolge 4500 Aufständische durch Karl den Großen im Zorn hingerichtet. Daraufhin kommt es erneut zu sächsischen Erhebungen. 
788
Karl beseitigt durch Absetzung Tassilos von Bayern das letzte Stammesherzogtum.
795 Aufstände in Aquitanien werden niedergeschlagen. Die „Spanische Mark“ wird errichtet. Diese Ereignisse liefern den Stoff für die Rolandsage.
796 Karl errichtet die die awarische Mark im Osten.
800
Am 25. Dezember wird Karl der Große vom Papst zum Kaiser gekrönt. Im rivalisierenden Byzanz, dass sich selbst in der Nachfolge des Römischen Imperiums betrachtet, betrachtet man die Kaiserkrönung mit Argwohn.
804
Die Sachsen werden östlich der Elbe angesiedelt und in das Reich integriert. Der 772 begonnene Kampf gegen den Sachsenführer Widukind ist beendet
806 Karl schickt seinen Biographen Einhard als Gesandten nach Rom.
812
Karl der Große wird als Schutzherr Roms bei Verzicht von Dalmatien und Venetien auch vom Rivalen von Byzanz als Westkaiser anerkannt. Er organisiert die Verwaltung des Reiches. Um seine Beamten zu überprüfen, stellt er Königsboten ein, die das Reich bereisen. Als Gesetzgeber lässt er die Volksrechte der einzelnen Stämme aufzeichnen.
813
Er ernennt seinen Sohn Ludwig den Frommen zum Mitregenten.
814
Karl der Große stirbt am 28. Januar in Aachen. Er wird in der Pfalzkapelle beigesetzt.

 

Literatur:
Fischer, Fabian: Karl der Große. Rheda-Wiedenbrück 2005; Wahl, Rudolph: Karl der Große. Erftstadt 2005.

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