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Was sagen Sie, nachdem... (18.1.12) |
Heinrich Mann
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| 1871 |
Als
ältester Sohn des Speditionskaufmanns und späteren
Senators
Johann Heinrich Mann und dessen Frau Julia wird Heinrich Mann am 27.
März in Lübeck geboren. |
| 1885 | Frühzeitig übt sich Heinrich Mann in Erzählungen, später auch wie sein Namensvetter Heinrich Heine in Poesie. |
| 1889-1892 |
Nach der Unterprima
verlässt
Heinrich Mann das Gymnasium, um Kaufmann zu werden. Sein literarisches
Talent wird vom Vater wenig unterstützt. In Dresden beginnt
Heinrich eine Buchhändlerlehre. Nach einem halben Jahr bricht
er
ab und arbeitet als Volontär beim S. Fischer-Verlag in Berlin.
Gleichzeitig besucht er veranstaltungen der
Friedrich-Wilhelm-Universität. |
| 1891 |
Der Vater stirbt im
Alter von 51 Jahren. |
| 1894 |
Mit finanzieller
Unterstützung der Mutter erscheint sein Romandebut "In einer
Familie". |
| 1895-1896 |
Heinrich Mann wird
Herausgeber der
konservativen Monatszeitschrift "Das Zwanzigste Jahrhundert -
Blätter für deutsche Art und Wohlfahrt". |
| 1896-1898 |
Aufenhalt in Indien
mit seinem Bruder Thomas
Mann. In dieser Zeit entstehen einige Novellen. |
| 1900 |
Der satirische Roman
"Im Schlaraffenland. Ein Roman unter feinen Leuten" erscheint. |
| 1905 |
Mit dem Roman
"Profesor Unrat" karikiert Heinrich Mann das Bild des ordnungsliebenden
Gymnasialprofessors. |
| 1909-1910 | Der Roman "Die kleine
Stadt" entsteht. |
| 1914 |
"Der Untertan", ein
Spiegelbild der Kaiserzeit und der Kriegsbegeisterung entsteht
zunächst als Fortsetzungsroman. Heinrich bricht seine
Beziehung zu seinem Bruder Thomas für eine Zeit ab. Ursache
ist ein weltanschaulicher Disput: Thomas befürwortet den
Eintritt Deutschlands in den Ersten Weltkrieg, Heinrich
schlägt sich auf die Seite der Kriegsgegner. Im selben Jahr
heiratet er Maria Kahn. |
| 1918 | "Der Untertan"
erscheint als Roman. |
| 1922 | Versöhnung der Brüder Thomas und Heinrich Mann. |
| 1928 |
Heinrich Mann trennt
sich von seiner Frau und zieht nach Berlin. |
| 1931 |
Der Regisseur Josef
von Sternberg verfilmt "Professor Unrat" unter dem Titel "Der blaue
Engel". Marlene Dietrich spielt darin die Sängerin einer
heruntergekommenen Schaugruppe. |
| 1933 | Angesichts der
nationalsozialistischen Bedrohung unterzeichnet Heinrich Mann gemeinsam
mit Käthe Kollwitz und Albert Einstein einen
Aufruf
zur Vereinigung von SPD und KPD. Im Februar emigriert er nach
Frankreich und bekommt die deutsche Staatbürgerschaft
aberkannt. |
| 1933-1940 |
Heinrich Mann lebt in
Nizza und verfasst zahlreiche Schriften gegen die Nationalsozialisten. |
| 1940 | Über Spanuien und Portugal flieht Heinrich Mann in die USA. |
| 1945 | Veröffentlichung seiner autobiografischen Schrift "Ein Zeitalter wird besichtigt". |
| 1947 | Ehrendoktorwürde der Berliner Humboldt-Universität. |
| 1950 | Am 12. März stirbt Heinrich Mann in Santa Monica im US-Bundesstaat Kalifornien. Seine Asche wird 11 Jahre später in Berlin auf dem dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt. |
| Literatur: Flügge, Manfred: Heinrich Mann. Eine Biographie. Reinbek 2006; Schröter, Klaus: Heinrich Mann. Reinbek 1967. |