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da wir noch einiges auf... (23.7.10)

 

 

Wilhelm Freiherr von Humboldt

1767
Am 22. Juni wird Wilhelm in Potsdam geboren. Er wächst auf dem Familienbesitz der Humboldts in Tegel auf.
1787 Zusammen mit seinem Bruder Alexander von Humboldt immatrikuliert er sich an der Universität in Frankfurt (Oder). Ein Jahr später wechseln die Brüder nach Göttingen.
1791 Wilhelm heiratet Wilhelm Caroline von Dacheröden, die Tochter eines preußischen Kammergerichtsrates.
1794 - 1797 Wilhelm von Humboldt wirkt als Privatgelehrter in Jena
1797 Humboldt hält sich in Paris auf, um Studien zubetreiben, aber auch um die gesellschaftliche Entwicklungen in Frankreich zu verfolgen.
1802 - 1808 Wilhelm von Humboldt vertritt Preußen als Gesandter beim Heiligen Stuhl in Rom. Von dort verfolgt er die Niederlage Preußens gegen Napoleon in der Schlacht bei Jena und Auerstedt. Seine Überlegungen reifen, dass in der Heimat Reformen notwendig sind und der Bildung eine Schlüsselrolle zukommt.
1809 Im Februar wird er Sektionschef für Kultus und Unterricht im preußischen Innenministerium in Berlin. In seiner Amtszeit entsteht ein neu gegliedertes Bildungssystem, das allen Schichten mehr Chancen des Bildungserwerbs sichern soll. Zwei wichtige Dokumente dieser Zeit sind der Königsberger Schulplan und der Litauische Schulplan. In ihnen verwirft er die bloße Standesbildung zugunsten einer allgemeinen Menschenbildung.
1810 Zur Eröffnung der von iihm mit gegründeten Universität im Oktober weilt Wilhelm von Humboldt nicht persönlich in Berlin. Nach Auseinandersetzungen hatte er sein Amt bereits im Sommer verlassen, um als preußischer Gesandter in Wien tätig zu werden. 
1812 Die Abiturprüfung in Preußen wird verpflichtend und einheitlich.
1814/1815 Auf dem Wiener Kongress, der nach der Niederlage Napoleons die neue Ordnung Europas bestimmt, trägt Humboldt zusammen mit dem preußischen Minister Hardenberg maßgeblich an den inhaltlichen Festlegungen bei.
1817 Wilhelm von Humboldt wird Gesandter in London.
1819 Wilhelm von Humboldt und widmet sich seinen wissenschaftlichen Studien auf seinem Familienbesitz in Tegel. Er befasst sich mit amerikanischen Sprachen, Sanskrit, Ägyptisch, Koptisch, Chinesisch und Japanisch. Seine Grundthese  ist, "dass in jeder Sprache eine eigentümliche Weltsicht" liegt. 
1835  Wilhelm Freiherr von Humboldt stirbt am 8. April in Berlin-Tegel.
   
  Literatur:
Borsche,T.: Wilhelm von Humboldt, München 1990;
Menze, C.: Die Bildungsreform Wilhelm von Humboldts, Hannover 1976.

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