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- Theologie aphilia - Geschichte |
Anm. zu Luther 'sola scriptura...
Wie leicht haben es dagegen... (29.7.10) |
John Wyclif
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| um
1330 |
John
Wyclif wird in Sprewel in der Grafschaft Yorkshire
geboren. |
| 1351 |
John Wyclif
erhält höhere Weihen in der
Erzdiözese York. In Oxford beginnt er mit dem Studium der
Theologie. |
| 1360 |
Mit dem Abschluss zum
Magister wird John Wyclif und Vorsteher des politisch regen Balliol
College der Universität
Oxford. Das Amt legt er ein oder zwei Jahre später nieder. |
| 1363 |
John Wyclif wird
Rektor der Kirche von Fillingham in der mittelenglischen
Grafschaft Lincolnshire. |
| 1365 |
John Wyclif ist
für zwei Jahre Vorsteher des Canterbury College in
Oxford, danach wird er seines Amtes enthoben. Mit Appellen an die Kurie
in Rom erregt er Aufsehen und Widerspruch. |
| 1369 |
John
Wyclif wird Bakkalaureus,
und später Doktor der Theologie. Er
verfasst seine philosphische Schriften. |
| 1371-76 |
Zur gesamten Bibel
verfasst John Wyclif einen Kommentar, und löst theologische
Diskussionen aus. |
| 1371 |
John Wyclif nimmt
einen Platz im englischen Parlament ein. |
| 1374 |
Bei Verhandlungen mit
dem päpstlichen Nuntius (Botschafter) in
Brügge wirkt Wyclif als englischer Gendter. |
| 1376 |
Wyclif stellt sich auf
die Seite der englischen Krone, die sich gegen finanzielle Forderungen
des Papstes wendet. |
| 1377 |
Auf das
Drängen der Benediktiner schreitet Papst Gregor XI. ein und
verurteilt Wyclif, der seine Kirchenpolitik in 18 Thesen formuliert
hatte. Zündstoff der Thesen ist die Forderung nach
der Besteuerung von Kirchenbesitz. |
| 1379 |
Wycliff
veröffentlicht seine Kritik an Bilder- Heiligen- und
Reliquienverehrung und eine neue Eucharistielehre, in der er das
Abendmahl nur als Gedenkmahl definiert. |
| 1380 |
Eine
Expertenkommission im Auftag des Kanzler der
Universität Oxford distanziert sich von der
Eucharistielehre Wyclifs. |
| 1381 |
John Wyclif beharrt
auf seiner Haltung und zieht sich aus Oxford zurück. Bis zu
seinem Tod arbeitet er an einer englischen Bibelübersetzung.
Während seiner Abwesenheit wächst seine
Anhängerschaft an der Universität Oxford. |
| 1382 |
Auf einer Synode in
London erreicht der Erzbischof von Canterbury eine
Verurteilung der Lehren von John Wyclif. Wyclif erleidet in
dieser Zeit einen Schlaganfall. |
| 1384 |
John Wyclif erleidet
einen weiteren Schlaganfall und stirbt am
31. Dezember in Lutterworth, wo er zunächst begraben
wird. |
| 1415 | Das Konzil von
Konstanz verurteilt die Lehren
Wyclifs noch einmal posthum. Auf Anordnung des Konzils werden
die Gebeine ausgegraben, verbrannt und im Fluss Swift
verstreut. Auf eben jedem Konzil wird auch der böhmische
Reformator Jan
Hus
verurteilt und verbrannt, der durch John Wyclif inspiriert war. John Wyclif ist einer der bedeutendsten Kritiker von Papsttum und Kirchenhierarchie. Er plädierte für die Trennung von geistlicher und weltlicher Herrschaft. Seine Anhänger, die als Lollarden (Unkrautsäer) verspottet werden, erleiden schwere Verfolgungen. |
| Literatur: Ulrich Köpf (Hrsg.), Theologen des Mittelalters. Eine Einführung, Darmstadt 2002; Manfred Vasold, Frühling im Mittelalter. John Wyclif und sein Jahrhundert, München 1984; Ian C. Levy (Hrsg.), A Companion to John Wyclif, Late Medieval Theologian (Brill's Companions to the Christian Tradition; 4), Leiden 2006. |