| aphilia
- Philosophie aphilia - Sprachen |
Aphorismen und Sprüche...
Der Unterschied zwischen... (28.7.10) |
|
|
Ludwig Wittgenstein |
| 1889 |
Am 26.
April wird Ludwig Wittgenstein in Wien als Sohn des
Großindustriellen Karl Wittgenstein und seiner Frau
Leopoldine Kalmus geboren. |
| 1902
|
Tod des
ältesten Bruders in Amerika. Zwei Jahre später stirbt
ein zweiter Bruder in Wien. |
| 1906
|
Beginn des
Ingenieurstudiums an der Technischen Hochschule in
Berlin-Charlottenburg. |
| 1908 |
Im Herbst wird Ludwig
Wittgenstein Research Student (Forschungsstudent) an der
Universität in Manchester in England. Er beschäftigt
sich mit der Entwicklung von Flugzeugmotoren. |
| 1912
|
Immatrikulation am
Trinity College der Universität Cambridge. Ludwig Wittgenstein
schließt Freundschaft mit dem Physiker und Philosophen
Bertrand Russell. |
| 1913
|
Tod des Vaters Karl
Wittgenstein am 20. Januar. Wittgenstein erbt ein sehr großes
Vermögen. Er trifft sich mit Russel in Cambridge. |
| 1914 | Im Frühjahr
besucht Wittgenstein den englischen Philosophen George Edward
Moore in Norwegen. Es entstehen die "Notes
Dictated to G. E. Moore in Norway". In Wien wird er vom Kriegsausbruch
überrascht. Im Juli stiftet er 100.000 Kronen für
Künstler, das Geld kommt u. a. Rainer Maria Rilke
zugute. |
| 1916
|
Im 1. Weltkrieg kommt
Wittgenstein kommt als
Artilleriebeobachter bei Sanok in Galizien an die Front.
Er erhält eine Beförderung zum Korporal,
später zum Fähnrich. |
| 1918 | Im März
wird Wittgenstein an die italienische Front verlegt.
Während
des Krieges verfasst er sein philosophisches Hauptwerk,
den "Tractatus
logico-philosophicus". Zentrales Thema ist die Lösung der
philosophischen Probleme durch die Analyse der Sprache. Am 27.
Oktober begeht sein Bruders Kurt an der Front Selbstmord. 3. November
wird Ludwig bei Trient gefangen genommen. |
| 1919
|
Gefangenschaft auf Monte Cassino. Wittgenstein entschließt sich, Volksschullehrer zu werden. Er verschenkt sein Millionenvermögen an seine Geschwister. Mit Bertrand Russell trifft er sich in Den Haag. |
| 1920
- 1925 |
Ludwig Wittgenstein
ist Haupt- und
Volksschullehrer in abgelegenen Orten in Niederösterreich. |
| 1926
|
Nach einem
Zwischenfall,
Wittgenstein hatte einen Schüler geohrfeigt, gibt er
den
Lehrerberuf auf. Er wird Gärtner im Kloster der Barmherzigen
Brüder im Wiener Stastteil Hütteldorf.
Für seine
Schwester beginnt er mit der Errichtung eines repräsentativen
Stadtpalais im Stil der kubischen Architektur und des Bauhaus. |
| 1929
|
Mit einem
Forschungsstipendium kehrt Wittgenstein nach
Cambridge zurück. Der "Tractatus
logico-philosophicus" wird als Dissertation anerkannt. Er
hält seinen einzigen öffentlichen Vortrag "A Lecture
on Ethics". |
| 1930
- 1935 |
Wittgenstein
erhält einen Forschungs- und Lehrauftrag und gibt Seminare
über
Probleme der Sprache, Logik und Mathematik. Er diktiert "Das Blaue
Buch" und
"Das Braune Buch". |
| 1936 |
Reise nach Norwegen,
wo er neun Monate bleibt. |
| 1939
|
Wittgenstein wird
Nachfolger von George Edward Moore in Cambridge. In den
folgenden Jahren gibt er Seminare
über Grundlagen der Mathematik, philosophische Untersuchungen,
Ästhetik. |
| 1941 | Neben seiner
Lehrtätigkeit ist er Laborant in der Spitalsapotheke im
Londoner Guys Hospital. |
| 1943 | Ludwig Wittgenstein
ist im medizinischen
Laboratorium des Spitals in Newcastle tätig. |
| 1946 | Am 14. November
Vortrag im Moral Science Club über "What philosophy is". |
| 1947 |
Im Frühjahr
letzte Vorlesung in Cambridge. Längerer Aufenthalt in Irland. |
| 1949
|
Seit Herbst letzten
Jahres weilt Ludwig Wittgenstein im Ross' Hotel in Dublin. Er
schließt den zweiten Teils
der "Philosophischen Untersuchungen" ab. Das Buch erscheint posthum.
Diagnostizierung von
Prostatakrebs. |
| 1951 |
29. April:
Wittgenstein stirbt in Cambridge. Er wird am 1. Mai auf dem St. Giles
Cemetery in Cambridge beerdigt. |
| Literatur: Röd, Wolfgang: Der Weg der Philosophie. Band II. München 2000; Wuchterl, Kurt; Hübner, Adolf: Wittgenstein. Reinbek bei Hamburg 1979. |