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Hauptsache, es geht gegen... (22.1.12) |
Wilhelm der Eroberer |
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| 1027/28 |
Wilhelm
der Eroberer
(William the Conqueror) wird im französischen Falaise in der
Normandie geboren. Er ist der illegitime Sohn des Herzogs Robert
I. von der Normandie (Robert der Teufel) und der Herleve aus
niederem
Stand. |
| 1035 |
Nach dem frühen Tod seines Vaters wird er zum Herzog der Normandie. Sein politisches Überleben verdankt er dabei der Unterstützung seines Lehensherrn, des französischen Königs Heinrich I. |
| 1046-52 |
Wilhelm bezwingt
Aufständische in der normannischen Barone. Er versucht die
Grenzen der Normandie zu sichern und
auszuweiten, und führt mehrere Feldzüge
gegen den
Grafen von Anjou. |
| 1051 |
Wilhelm
heiratet Mathilde von Flandern. Danach hält er sich
am Hof von König Eduard des Bekenners in
England auf. Die beiden sind weitläufig miteinander verwandt.
Möglicherweise hat ihn der kinderlose Eduard zu diesem
Zeitpunkt schon als Nachfolger designiert. |
| 1054 |
In der Schlacht von
Montmer siegt Wilhelm gegen eine
Koalition normannischer und französischer Adliger und den
französischen König. |
| 1063 |
Wilhelm erobert die
Grafschaft Maine. |
| 1066 |
Nach dem Tod
Eduard des Bekenners startet
Wilhelm die Invasion Englands. Er landet am 28. September in Sussex und
schlägt den zum
König aufgestiegenen Harald am 14. Oktober in der Schlacht bei
Hastings. An Weihnachten lässt er sich
nach
angelsächsischem Ritus in Westminster zum König
krönen. Mit der Unterstützung seines Halbbruders, dem
Bischof Odo von Bayeux, und
einer Gruppe normannischer Adliger, errichtet Wilhelm den englischen
Staat des Hochmittelalters. An der Spitze steht der König,
unter ihm werden Verwaltungsstrukturen nach normannischem Vorbild
eingerichtet. Eine päpstliche Forderung,
England als Lehen des
Heiligen Stuhls anzusehen, lehnt der neue Herrscher ab. Er gibt der
Kirche eigene Strukturen. Die endgültige Emanzipation von Rom
wird aber erst von Heinrich
VIII. in die Wege geleitet. |
| 1067 |
Wilhelm führt
einen Feldzug gegen die Waliser, später folgen
mehrere gegen die Schotten. |
| 1067/70 |
Aufstände der
Angelsachsen werden
blutig niedergeschlagen. Positionen der Aristokratie werden
zunehmend durch Normannen ersetzt. |
| 1077/87 |
Es kommt zu Konflikten mit Frankreich. Grund ist der unklare Status eines englischen Königs, der in Frankreich nur Lehensmann ist. Der lange währende Streit zwischen England und Frankreich schlägt hier seine Wurzeln. |
| 1085 |
Das berühmte
Domesday Book wird angefertigt. Es enthält ein Grundkataster
von "totius Angliae" (ganz England). |
| 1086 |
Nach
vielfältigen Widerständen, auch
in seiner nächsten Umgebung, läßt Wilhelm
sich de "oath of salisbury", den direkten Untertaneneid
schwören. Er bindet die Grundbesitzer besonders an den
König. |
| 1087 |
Am 9.
September stirbt Wilhelm nach einem Sturz vom
Pferd im Kloster Saint-Gervais nahe Rouen. Seine letzte
Ruhestätte findet er in
Saint-Étienne in Caen. Wilhelms Invasion von England ist auf
dem Teppich von Bayeux verewigt. |
| Literatur: David C.
Douglas, Wilhelm der Eroberer,
Kreuzlingen 2004 (aus dem Englischen); Philippe Maurice, Guillaume le
Conquérant, Paris 2002. |