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Martin Buber
Buber ist stark vom Zen... (23.1.12) |
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Sokrates |
| Um
470 |
Sokrates
wird als Sohn einer Hebamme und eines Steinmetz geboren. Seine
Heimatstadt, der Stadtstaat Athen, befindet sich im
Krieg mit Persien (Perserkriege 500 - 448). |
| 443
- 429 |
In der Zeit der
fünfzehnjährigen Strategie (Amtszeit) des
Perikles (500 - 429) wird Athen zur kulturellen Führungsmacht
in Griechenland. Rege Bautätigkeit (Akropolis). Die Tragödie erreicht nach ihren Anfängen von Aischylos (525 - 455) ihren Höhepunkt bei Sophokles (496 - 406) und Euripides (480 - 406), die Komödie bei Aristophanes (450 - 385). Platon schildert Aristophanes im Gespräch mit Sokrates in seinem "Symposion" (Gastmahl). Athen wird von vielen Persönlichkeiten des Geisteslebens besucht, so vom Geschichtsschreiber Herodot, dem Arzt Hippokrates, und den Gelehrten Anaxagoras, Protagoras und Hippias. |
| 441
- 431 |
Ion von Chios
berichtet über einen Aufenthalt des
Sokrates in Samos und seinem dortigen Verkehr mit dem
Anaxagoras-Schüler Archelaos. Teilnahme des Sokrates an der
militärischen Expedition Athens gegen Samos. Sokrates steht in Beziehung mit der älteren Generation seiner Schüler: Eukleides von Megara (ca. 450 - 380), Antisthenes (450 - 365) und Aristippos von Kyrene (435 - 365). |
| 431
- 404 |
Peleponnesischer Krieg
zwischen Athen und Sparta. Sokrates nimmt als Hoplit
(Fußsoldat) an den
Kämpfen teil. So an der Schlacht beim Delion (424) und an der
Schlacht bei Amphipolis (422). |
| 431
- 429 |
Belagerung von
Potidaia. Sokrates rettet dem Alkibiades das
Leben (vgl. Platons "Symposion" 220d). Hierzu gibt es bei
Diogenes Laertios eine andere Variante. Dort ist es Xenophon,
dem das Leben gerettet
wird! |
| 423
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In der
Komödie die "Die Wolken" zeichnet Aristophanes eine Karikatur
des Sokrates. |
| 415 - 413 | Auf dem Höhepunkt seiner Macht veranlaßt Alkibiades Athen zum Sizilischen Feldzug, der mit einer Niederlage Athens endet. |
| 416
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Agathon siegt im
Wettbewerb um die beste Tragödie. Das Gastmahl (Symposion)
des Platon
wird
zu diesm Sieges veranstaltet. Ab dieser Zeit, den späteren Jahren des Peloponnesischen Krieges, muss Sokrates seine jüngeren Schülern Platon (427 - 347) und Xenophon (ca. 430 - 354) getroffen haben. Xenophon berät sich ca. 402 mit Sokrates über seine Teilnahme an der Anabasis des jüngeren Kyros (Xenophon Anab. III, 1, 5). |
| 406
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Zur Zeit des Seesieges
der Athener bei den Arginusen und des
darauf stattfindenden Prozesses gegen die athenischen Feldherren ist
Sokrates Prytane (Ratsherr, Platon "Apologie") oder Vorsitzender der
Volksversammlung (Xenophon Mem. I, 1, 18). |
| 404
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Sparta zwingt Athen
zur Kapitulation. Gegen ungesetzliche
Maßnahmen der folgenden Regierung der Dreißig
Tyrannen
leistet Sokrates Widerstand (Platon: "Apologie" 32c). |
| 403 |
Wiederherstellung der
Demokratie durch Straßenkämpfe, bei denen Kritias
und Charmides sterben. |
| 399
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Sokrates wird
angeklagt, die Götter der Polis (Stadtstaat) nicht
anzuerkennen und die Jugend zu verderben. Er wird zum Tod durch den
Schierlingsbecher verurteilt. Die Möglichkeit zur Flucht
schlägt er aus und nach einem letzten Beisammensein und
Philosophieren mit Freunden trinkt er den Giftbecher. Sokrates hat selbst keine Schriften verfasst. Wir wissen von ihm nur durch Xenophon und die Frühdialoge Platons. Er wird vor allem durch seine Wirkung auf Platon und auf nachfolgende Schulen zur zentralen Persönlichkeit der Philosophie. Sokrates wendet sich von der bis dahin vorherrschenden Naturphilosophie ab und befasst sich mit der menschlichen Tugend. Dies wird heute als "Sokratische Wende" bezeichnet. Typisch für Sokrates ist es, Gespräche darüber zu führen, was Begriffe wie Frömmigkeit oder Tapferkeit eigentlich bedeuten. Bei der Suche nach einer Definition müssen die Gesprächspartner dann ihre Vormeinungen hinterfragen. Sokrates sagt, er habe seinen Gesprächspartnern nur so viel voraus, dass er nicht zu wissen glaube, was er nicht wisse. Diese "Sokratische Methode" ist eine Methode zur Gewinnung von Erkenntnis. In Anlehnung an den Beruf seiner Mutter wird die Sokratische Art, geistige Dinge ans Licht zu bringen, auch als Mäeutik oder Hebammentechnik bezeichnet. |
| Literatur: Kniest, Christoph: Sokrates, zur Einführung. Dresden 2003; Martin, Gottfried: Sokrates. Reinbek bei Hamburg 1967. |