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Martin Buber
Buber ist stark vom Zen... (23.1.12)

 

 

Adam Smith

1723
Adam Smith kommt um den 5. Juni in Kirkcaldy, einer kleinen Gemeinde in Schottland, zur Welt. Der Vater stirbt noch vor der Geburt. Zwischen Mutter und dem unverheiratet gebliebenen Sohn herrscht eine zeitlebens innige und ungebrochene Beziehung.
1737 Ab seinem 14. Lebensjahr studiert Adam Smith an der Universität Glasgow. Er hört Vorlesungen des Moralphilosophen Francis Hutcheson, einem der führenden Vertreter der schottischen Aufklärung.
1740 - 1746
Philosophiestudium am renommierten Balliol College der Universität Oxford. An diesem Institut lehrten und lernten eine Reihe internationaler Persönlichkeiten. Im 14. Jahrhundert gehörte der Reformator John Wyclif zum Vorstand des Balliol College.
1750  Adam Smith wird Professor für Logik in Glasgow. Ein Jahr später wechselt er auf den begehrten Lehrstuhl für Moralphilosophie. In dieser Zeit entsteht eine Freundschaft mit dem Philosophen David Hume.
1758  Smith wird zum Dekan der Universität Glasgow gewählt.
1759  Mit der Veröffentlichung seines ersten Buches "The Theory of Moral Sentiments" (Theorie der ethischen Gefühle) macht sich Smith unter den  englischen Philosophen einen Namen. Er geht der Frage nach, wie es kommt, dass ein selbstsüchtiges Wesen wie der Mensch zur moralischen Urteilsbildung fähig ist und von seiner Selbstbezogenheit entweder absehen oder sie auf eine höhere Ebene transformieren kann.
1763 - 1766
Smith legt seine Professur nieder und übernimmt den finanziell lukrativen Posten des Tutors des jungen Herzogs Henry Scott. Eine dreijährige Reise führt sie nach Toulouse, Genf und Paris. In Paris begegnet Smith u. a. dem französischen Wirtschaftsdenker Francois Quesnay. Die Bildungsreise des Herzogs endet, als dessen jüngerer Bruder, der sich der Tour angeschlossen hatte, an Fieber stirbt. Smith reist zurück nach Kirkcaldy, wo er den größten Teil des nächsten Jahrzehnts verbringt und seine Abhandlung zur Ökonomie schreibt.
1776  Im Jahr der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung wird "An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations" (Wohlstand der Nationen - eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen) veröffentlicht. Smith beschreibt darin die Bedeutung von Arbeitsteilung und Spezialisierung für den Wohlstand. Er skizziert eine Welt, in der der höchste Zweck des Wirtschaftslebens im freien Austausch von Waren und Dienstleistungen besteht.
Mit der Orientierung am Liberalismus versteht sich Smith' Entwurf als ein Instrument zur Überwindung des Merkantilismus. Dem absolutistischen Staat wird das selbstbestimmte und verantwortliche Individuum gegenübergestellt, der aktiven Handelspolitik der Freihandel und der staatlicher Witschaftssteuerung der freie Wettbewerb.
1778  Smith wird zum Zollkommissar von Schottland berufen und zieht von Kirkcaldy ins benachbarte Edinburgh.
1789  Die Französischen Revolution beginnt mit dem Sturm Bastille am 14. Juli.
1790  Adam Smith stirbt am 17. Juli in Edinburgh.
Er begründete die klassische Schule der Nationalökonomie und etablierte die Ökonomie als eigenständige akademische Disziplin. Smith beschrieb einen Markt, auf dem im freien Wettbewerb wie durch eine "unsichtbare Hand" die persönlichen Interessen und Leidenschaften der Menschen in eine Richtung gelenkt werden, "die den Interessen der Gesellschaft als Ganzes sehr entgegenkommen". Adams Werk gilt zwar als "Bibel des Kapitalismus", er selbst war jedoch nie in irgedeiner Weise Parteigänger. Auch warnte er vor einem ungezügelten Wettbewerb.
   
  Literatur:
Linß, Vera: Die wichtigsten Wirtschaftsdenker. Wiesbaden 2007; Volpi, Franco/ Nida-Rümelin, Julian (Hrsg.): Lexikon der philosophischen Werke. Stuttgart 1988.

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