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Aphorismen und Sprüche...
Der Unterschied zwischen... (28.7.10) |
|
Seneca |
| um
4/1
v.Chr. |
Lucius
Annaeus Seneca wird
in der südspanischen Stadt Corduba (Córdoba),
damals römische Provinz, als Sohn Senecas des Älteren
und seiner Frau Helvia geboren. |
| 14. n. Chr. |
Kaiser
Augustus
stirbt. Regierungsantritt von Tiberius. |
| um 13 - 19 |
Seneca betreibt
philosophische Studien in Rom. |
| um 25 - 32 |
Seneca bereist
Ägypten. |
| um 34 - 35 |
Seneca ist Quaestor
(Steuereintreiber). |
| 37 | Tod des Tiberius.
Regierungsantritt des Caligula.
Südlich von Rom, im Städtchen Antium, wird der
spätere Kaiser Nero
geboren. |
| um 39/40 |
Die "Trostschrift an
Marcia" entsteht. Caligula bedroht Seneca mit dem Tod. |
| 41 |
Ermordung Caligulas
und Regierungsantritt von Kaiser Claudius.
Geburt seines Sohnes Britannicus. |
| 41 - 49 | Aufgrund von Intrigen
am Kaiserhof wird Seneca nach Korsika verbannt. Es entstehen
die "Trostschrift an
Helvia", "Trostschrift an Polybius" sowie "De ira" (Über die
Wut). |
| 49 | Kaiser Claudius
vermählt sich nach dem Tod seiner Ehefrau mit Agrippina.
Seneca wird durch Agrippina zum Erzieher und
Lehrer ihres Sohnes Nero bestimmt und kehrt rehabilitiert nach Rom
zurück. |
| 50 | Adoption Neros durch
Claudius. Seneca ist wird zum Praetor, einem hohen Beamten im
römischen Staat. |
| 53 |
Nero heiratet Octavia,
dieTochter des Claudius. |
| 54 | Tod des Claudius und
Regierungsantritt Neros.
Seneca verfasst die "Apocolocyntosis", eine Satire von der
Vergöttlichung des
Kaisers Claudius. |
| 56
|
"De Clementia"
(Über die Güte)
entsteht. Seneca ist Konsul. Zusammen mit dem
Prätorianerpräfekten Burrus führt er die
Regierungsgeschäfte. |
| 58 | Vorwürfe des
Suillius gegen Seneca. "De vita
beata" (Vom glücklichen Leben) entsteht. In diesem Werk
vertritt Seneca die These, glückseliges Leben könne
allein aus der sittlichen Vollkommenheit (virtus) entspringen, die das
höchste Gut darstellt. Dieses wird erlangt, indem der Mensch,
sich seiner Vernunft bedienend, in Übereinstimmung mit der
Natur lebt. Im nächsten Jahr lässt Nero seine Mutter Agrippina ermorden. |
| 62 | Tod des Burrus. Sein
Nachfolger Ofonius Tigellinus und
die Kurtisane Poppaea Sabina üben einen starken Einfluss auf
Nero
aus. Seneca bietet dem despotischen Herrscher seinen
Rücktritt an. |
| 62 - 65 | Seneca zieht sich
zurück und ist
philosophisch tätig. Es entstehen "De
otio" (Über die Muße), "Naturales Quaestiones"
(Naturwissenschaftliche Untersuchungen) sowie die 124 moralischen
"Briefe an Lucilius". Lucilius ist ein imaginärer Freund, dem
Seneca seine an der Philosophie der Stoa ausgerichteten Gedanken
anvertraut. Die von Zenon
von Kition gegründete Stoa erhält damit
neues Leben innerhalb der römischen Kultur. |
| 64 |
Brand Roms, den Nero
den Christen zur Last legt. |
| 65
|
Nach dem Aufdeckung
der Pisonischen Verschwörung
gegen Nero wird Seneca beschuldigt und
in Rom zum Selbstmord gezwungen. Da ihm die Todesart freisteht,
entscheidet er sich für das Öffnen der
Pulsadern. Als der Todeskampf anhält und auch ein Gifttrank
nicht wirkt, schleppen ihn die Soldaten schließlich in ein
Dampfbad und lassen ihn dort ersticken. Durch seine ethischen Schriften übte Seneca, der wichtigste Vertreter der römischen Stoa, bis in die Neuzeit eine großen Einfluss aus. |
| 68 | Tod Neros und Ende der
Julisch-Claudischen Dynastie. |
| Literatur: Giebel, Marion: Seneca. Reinbek bei Hamburg 1997; Volpi, Franco / Nida-Rümelin, Julian (Hrg.): Lexikon der philosophischen Werke. Stuttgart 1988. |