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Archäologie vor Schliemann...
Der bedeutendste Arch... (20.7.10) |
Heinrich Schliemann
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| 1822 | Am 6. Januar Heinrich Schliemann als Sohn des protestantischen Pfarrers Ernst Schliemann in Neubukow nahe Rostock das Licht der Welt. |
| 1832 | Heinrich kommt in die Familie seines Onkels Friedrich Schliemann, Pastor in Kalkhorst, um dort auf das Gymnasium vorbereitet zu werden. |
| 1833 | Aus Geldmangel muss er das Gymnasium verlassen und auf die billigere Realschule, in Neustrelitz, überwechseln. |
| 1836 | Er beginnt eine Lehre als Handelsgehilfe in einem Krämerladen in Fürstenberg, die er wegen eines Lungenleidens abbrechen muss. |
| 1842 - 1844 | Schliemann arbeitet
als Kontorbote, als Korrespondent und als
Buchhalter in Amsterdam. Er
erlernt in dieser Zeit autodidaktisch Englisch, Französisch,
Spanisch, Italienisch, Portugiesisch und Russisch. |
| 1846 | Mit der Gründung und Leitung einer Handelsniederlassung in St. Petersburg im Auftrag der Firma Schröder & Co, beginnt sein Weg zum erfolgreichen Geschäftsmann. |
| 1853 | Schliemann erwirbt ein Vermögen als Lieferant der zaristischen Armee im Krimkrieg. Er erlernt Schwedisch, Dänisch, Polnisch und Slowenisch. |
| 1856 | Schliemann bereitet seinen Ausstieg aus dem Handelsgeschäft vor und beginnt, sich der Wissenschaft zu widmen. Er erlernt Neugriechisch, Altgriechisch und Latein.. |
| 1864 | Schliemann liquidiert die Handelsunternehmung endgültig und verlässt Russland; er reist nach Ägypten, Asien sowie Nord- und Mittelamerika. |
| 1868 | Er unternimmt eine Studienreise nach Griechenland und Troja. Er identifiziert den Hügel Hissarlik mit dem Troja Homers und führt erste archäologische Untersuchungen durch. |
| 1869 | Mit der Veröffentlichung seines zweiten Buches "Ithaque, le Péloponnèse, Troie. Recherches archéologiques" wird Schliemann an der Universität Rostock zum Dr. phil. promoviert. |
| 1870 | Er führt illegale Probegrabungen auf Hissarlik durch. |
| 1871 - 1873 | Schliemann betreibt drei Grabungskampagne in Troja. Er lässt einen großen Graben, den "Schliemann-Graben", anlegen, wodurch ein Teil der Anlage unwiderbringlich zerstört wird. Am 31. Mai 1873 entdeckt Schliemann den so genannten Schatz des Priamos und schafft ihn über Umwege aus der Türkei. |
| 1874 | Schliemann unternimmt
Versuchsgrabung in Mykene. Er führt einen Prozess mit der
türkischen Regierung um den trojanischen Schatz, den er gegen
die Zahlung von 50.000 Francs erwirbt und zugestanden bekommt. |
| 1876 | Schliemann wird Ehrenmitglied der Society of Antiquaries of London. Bei Ausgrabungen in Mykene entdeckt er fünf Schachtgräber aus der Zeit um 1600 v.u.Z., die mit reichen Grabbeigaben versehen sind, darunter die so genannte Maske des Agamemnon. |
| 1877 | Schliemann wird auf
Betreiben des Arztes Rudolf
Virchow zum Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft
für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte. |
| 1878 - 1879 | Vierte und fünfte Grabungskampagne in Troja. |
| 1880 - 1881 | Er unternimmt die erste und zweite Ausgrabung in Orchomenos in Böoten, einem Gebiet nordwestlich von Athen. Schliemann schenkt seine Sammlung trojanischer Fundstücke dem deutschen Volk. |
| 1882 | Er führt eine sechste Grabungskampagne in Troja durch. Für die Arbeiten gewinnt er den renommierte archäologischen Bauforscher Wilhelm Dörpfeld. |
| 1883 | Schliemann wird Ehrendoktor der Universität Oxford und Ehrenmitglied des Queen's College. |
| 1884 | Er beginnt die Grabungen in Tiryns. Ausbruch der langjährigen Auseinandersetzungen mit dem Hauptmann a.D. Ernst Bötticher, der Schliemanns Grabungsergebnisse in Troja bezweifelt und den Ort für eine Feuernekropole hält. |
| 1886 | Er unternimmt die dritte Ausgrabung in Orchomenos mit Wilhelm Dörpfeld. |
| 1888 | Schliemann unternimmt Grabungen im ägyptischen Alexandria. Mit Rudolf Virchow unternimmt er eine Nilreise. |
| 1889 | Schliemann veranstaltet die erste Troja-Konferenz auf Hissarlik mit E. Bötticher. |
| 1890 | Schliemann finanziert
die zweite internationale Gelehrtenkonferenz auf Hissarlik. Siebente
Ausgrabung in Troja mit W. Dörpfeld und R.
Virchow. Am 13. November unterzieht sich Schliemann einer
Ohrenoperation in Halle. Am 26. Dezember stirbt Schliemann in
Neapel auf der Reise von Halle nach Athen. |
| 1891 | Heinrich Schliemann
wird am 4.
Januar auf dem Athener Zentralfriedhof beigesetzt. Zusammen mit Wilhelm
Dörpfeld und Robert Koldewey
gehört er zu den großen Archäologen des
Deutschen Kaiserreichs. |
| Literatur: Döhl, Hartmut: Heinrich Schliemann. Mythos und Ärgernis. München und Luzern 1981; Flügge, Manfred: Heinrich Schliemanns Weg nach Troia, München 2001. |