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"Wir werden niemals Frieden... (4.9.10)

 

 

Jean-Jacques Rousseau

1712
Am 28. Juni wird Jean-Jacques Rousseau als zweites Kind des Uhrmachers Isaac Rousseau und seiner Frau Suzanne Bernard in Genf geboren. Am 7. Juli stirbt die Mutter.
1724
Rousseau ist Lehrling beim Gerichtsschreiber Masseron.
1725
Nach Entlassung durch Masseron beginnt er eine Graveurlehre bei Ducommun.
1728
Nach einem Ausflug in die Umgebung Genfs kehrt Jean-Jacques Rousseau nicht mehr zu Ducommun zurück. Er lernt Madame de Warens kennen und tritt vom Calvinismus zur katholischen Kirche über. In den folgenden Jahren besucht er ein Priesterseminar, wird Chorist und Musikschüler und wandert als Musikant und Musiklehrer durch die Schweiz und Frankreich.
1734
Aufgabe der Tätigkeit als Musiklehrer. Gesundheitliche Probleme. Idyllisches Leben in „Les Charmettes". Er liest griechische und römische Klassiker und betreibt autodidaktische Studien.
1746
Erstes Kind mit Thérèse Levasseur, das Rousseau ebenso wie vier Kinder, die in den folgenden Jahren zur Welt kommen, dem Findelhaus übergibt.
1749 Rousseau besucht Denis Diderot im Staatsgefängnis von Vincennes. Der der Aufklärer und spätere Herausgeber der "Encyclopaedie" ist dort wegen seiner angeblich atheistischen und materialistischen Gedanken inhaftiert.
1750
Preis der Akademie von Dijon für die "Rede über die Wissenschaften und Künste".
1754
Rückkehr zum Calvinismus. Erwerb der Bürgerrechte der Republik Genf.
1755  Die gesellschaftskritische Schrift „Abhandlung über die Ungleichheit“ erscheint in Amsterdam.
1756
„Brief über die Vorsehung“ an Voltaire (anlässlich des Lissaboner Erdbebens von 1755).
1761 - 1762
"Julie oder Die neue Heloise" wird bei seinem Erscheinen in Paris ein großer Erfolg. Trotz Krankheit stellt Rousseau die Manuskripte des Entwicklungsromans "Émile" und des "Gesellschaftsvertrags" fertig. In diesen Werken entwickelt Rousseau seine pädagogischen, philosophischen, und politischen Ideen und trägt so zur vorrevolutionären Stimmung in Frankreich bei. Das Parlament erlässt einen Haftbefehl gegen ihn. Flucht nach Môtiers (Neuchâtel).
1763
Verbot des Werkes in Rom, Paris, Genf. Verzicht auf das Bürgerrecht der Republik Genf. Er trägt sich mit Selbstmordabsichten.
1764 - 1765
Voltaire macht die Übergabe von Rousseau`s Kindern an das Findelheim publik. Flucht aus Môtiers nach Verfolgung durch die Bevölkerung auf die einsame Insel St. Peter im Bieler See.
1766
Reise nach England mit David Hume. Entfremdung zwischen Hume und Rousseau, dessen geistige Erkrankung ihn von den Menschen isoliert.
1768
Am 30. August Eheschließung mit Thérèse Levasseur in Südfrankreich.
1770
Rückkehr nach Paris unter der Auflage, nicht mehr zu publizieren. Arbeit als Notenkopist. 
1772  Mit der autobiographischen Schrift "Rousseau als Richter von Jean-Jacques" gibt Rousseau eine Rechtfertigung seiner Lebensführung.
1776
"Träumereien des einsamen Spaziergängers". Finanzielle Notlage und soziale Isolation.
1778
Übersiedlung nach Ermenonville auf das Gut des Marquis de Girardin. 2. Juli: Plötzlicher Tod gegen elf Uhr vormittags. Am 4. Juli Beisetzung auf einer Insel im See des Parks von Ermenonville.
1794
11. Oktober: Überführung des Sarges aus Ermenonville in das Pariser Panthéon.
   
  Literatur:
Gaul, Jens-Peter: Jean-Jacques-Rousseau, München 2001;
Holmsten, Georg: Jean-Jacques Rousseau, Reinbek bei Hamburg 1972.

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