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Peter Petersen |
| 1884 |
Peter Petersen wird am 26. Juni in Großenwiehe bei Flensburg geboren und wächst als ältestes von sieben Kindern auf. |
| 1890-1896 |
Besuch der
einklassigen Dorfschule. |
| 1896 |
Petersen
tritt in das Gymnasium Flensburg über. |
| 1904 |
Petersen legt das
Abitur ab. Beginn des Studiums von Philosophie, Psychologie, Theologie,
Geschichte, Philologie, Englisch und Hebräisch in Leipzig.
Dort lernt er die Forschung des empirischen Psychologen Wilhelm Wundt
kennen. Weitere Studienaufenthalte führen ihn nach Kiel,
Kopenhagen und Posen.. |
| 1908 | Promotion an der
Philosophischen Fakultät der Universität Jena mit
einer Dissertation über die Philosophie Wilhelm Wundts. |
| 1909 |
Petersen absolviert
die Staatliche Prüfung für das „Lehramt an
Höheren Schulen“ in Leipzig. Beginn seines
Referendariats in Leipzig. |
| 1909-1911 | Petersen wird Referent
an der Gelehrtenschule des Johanneums in Hamburg und erhält
dort auch eine Anstellung als Oberlehrer. |
| 1912 | Petersen übernimmt die Geschäftsführung im Vorstand des Bundes für Schulreform. |
| 1915 | Petersen ist Schriftführer im Deutschen Ausschuss für Erziehung und Unterricht. |
| 1920 | Petersen leitet
die Lichtwarkschule, eine Reformschule in Hamburg. Umwandlung
der ehemaligen Realschule in eine „Vollanstalt mit
Oberstufe“. Beginn von einer Vielzahl von Maßnahmen
zur Schulgestaltung. Habilitation an der Universität Hamburg
in Philosophie und Pädagogik. |
| 1923 | Die
Universität von Jena beruft Petersen auf den Lehrstuhl
für Erziehungswissenschaften. Er leitet die angeschlossenen
Universitätsschule und entwickelt seine pädagogische
Theorie. Dabei lässt er verschiedene Ansätze mit
einfließen, u. a. aus Georg Kerschensteiners
Arbeitsschulbewegung und der kindzentrierten Pädagogik von Maria
Montessori. |
| 1927 |
Weltkongress des
"Bundes für Erneuerung der Erziehung" in Locarno. Dort dort
wird der Name "Jena-Plan" für Petersens Pädagogik
geprägt. Petersens gemeinschaftsorientierte Pädagogik
fußt auf jahrgangsübergreifenden Klassen,
sogenannten Stammgruppen, in denen die jüngeren
Schüler von den älteren lernen. Zentrale Elemente
seiner Pädagogik sind Gespräch, Arbeit, Spiel und
Feier. Petresen macht sein Konzept auf Vortragsreisen im Ausland
publik. |
| 1928 |
Gastprofessur in
Nashville/USA. |
| 1930 |
Petersen wird Mitglied im Vorstand des „Internationalen Kongresses für Sittliche Erziehung“. |
| 1933-1945 |
Die Zeit des
Nationalsozialismus übersteht Petersen unversehrt, indem er
sich anpasst und seine Theorie als mit der NS-Ideologie vereinbar
darstellt. Diese Distanzlosigkeit wird ihm nach dem Krieg zum
Verhängnis. |
| 1950 | Petersen
bemüht sich in der neugegründeten DDR um eine
Fortsetzung seiner pädagogischen Tätigkeit, was ihm
aber aus politischen Gründen verwehrt bleibt. Auch im Westen
Deutschlands findet er zu dieser Zeit wenig Anerkennung. |
| 1952 | Peter Petersen stirbt
am 21. März in Jena. |
| Literatur: Dietrich, Theo: Die Pädagogik Peter Petersens. Der Jena-Plan. Modell einer humanen Schule. Bad Heilbrunn 1986; Ofenbach, Birgit. Peter Petersen: Allgemeine Erziehungswissenschaft. Darmstadt 2002. |