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Jupitermonde
Von der Helligkeit nach... (19.1.12)

 

 

Hermann Oberth

1894
Als Sohn des Chirurgen Dr. Julius Oberth erblickt Hermann Oberth am 25. Juni da Licht der Welt. Geburtsort ist in Hermannstadt im rumänischen Siebenbürgen. 
1896  Die Familie zieht nach Schäßburg in Siebenbürgen. Hier besucht er die Grundschule und das Gymnasium. Er liest die Bücher von Jules Verne "Von der Erde zum Mond" und "Die Reise um den Mond".
1907
Jule Verne hatt die Idee, Menschen in einer ausgehöhlten Granate mit einer Riesenkanone in den Weltraum zu befördern. Oberth widerlegt die Phantasie Vernes mathematisch: Die Startbeschleunigung wäre zu groß. Als Lösung findet er die Rakete.  
1912
Nach dem Abitur beginnt Oberth auf Wunsch seines Vaters ein Medizinstudium in München. Er belegt nebenbei Vorlesungen an der Technischen Hochschule.
1918
Hermann Oberth heiratet am 6. Juni Mathilde Hummel. Das Paar hat vier Kinder. Er beendet das Medizinstudium.
1919  Er studiert Physik an der Technischen Universität Klausenburg in Rumänien. Während des Studiums befaßt sich Oberth mit Raketentechnik.
1920  Die Familie Oberth siedelt nach Göttingen über.
1922
Er reicht an der Universität Göttingen eine Doktorarbeit ein, die jedoch abgelehnt wird.
1923  Die Universität Klausenburg akzeptiert Oberths Arbeit als Diplomarbeit. Er gibt die Arbeit unter dem Titel "Die Rakete zu den Planetenräumen" auf eigene Kosten in Druck. Sie wird zu einem  Standardwerk der Raumfahrttechnik.
1928
Oberth ist Berater bei den Dreharbeiten zu Fritz Langs Scince Fiction - Film "Die Frau im Mond".
1929  Er die  Zusammenfassung seiner Studien unter dem Titel "Wege zur Raumschifffahrt" vor.
1932  König Carol II.von Rumänien genehmigt ihm Raketenversuche in den Werkstätten der Militärischen Fliegerschule von Mediasch.
1935  Er startet in Mediasch seine erste flüssigkeitsgetriebene Kleinrakete. Die Nationalsozialisten interessieren sich für die Raketentechnik zu Kriegszwecken.
1938  Oberth wird an die Technische Hochschule Wien berufen. Er errichtet einen Raketenflugplatz in Felixdorf bei Wien, später wechselt er nach Dresden.
1941  Hermann Oberth wird an die Heeresversuchsanstalt Peenemünde befohlen. Hier arbeitet er an der Flüssigkeitsrakete A-4 (Aggregat 4) mit, die als "V-2" traurige Berühmtheit erlangt. 
1942  Aggregat A-4 erreicht am 3. Oktober eine Flughöhe von 90 km und stößt damit als erstes Fluggerät in den Weltraum vor.
1945  Nach einer kurzen Gefangenschaft arbeitet Oberth zunächst als Gärtner in Feucht bei Nürnberg, dort lebt auch seine Familie.
1955  Oberth erhält nach verschiedenen Beratungstätigkeiten in Europa eine Anstellung bei Redstone Arsenal in Huntsville im US-Bundestaat Alabama. Er wirkt wie Wernher von Braun als ehemaliger Kriegsgegner am amerikanischen Raumfahrtprogramm mit. Bis 1958 ist er ein Mitarbeiter von Braun.
1962  Hermann Oberth tritt in den Ruhestand. Bis zu seinem Lebensende veröffentlicht er Fachbücher und nimmt an Konferenzen teil.
1969 Am 16. Juli 1969 beobachtet er von Cape Canaveral aus, wie die Apollo 11 - Kapsel auf einer Saturn V-Rakete in den Weltraum startet. Am 20. Juli betritt Neil Armstrong als erster Mensch den Mond.
1989
Hermann Oberth stirbt am 28. Dezember in Nürnberg. 
 
  Literatur:
Barth, Hans: Hermann Oberth. "Vater der Raumfahrt". Autorisierte Biographie,  Esslingen 1991; Esser, Michael: Der Griff nach den Sternen, Basel 1999.

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