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Im neuen Pauly ist der... (13.7.10)

 

Moliére (Jean Baptiste Poquelin)

1622
Als Jean Baptiste Poquelin wird der Künstler Moliere am 15. Januar in der Kirche von Sainte-Eustache in Paris getauft. Sein genauer Geburtstag ist unbekannt.
1631  Sein Vater erwirbt das Amt des "Tappissier du Roy et valet de chambre",  des königlichen Kammerdieners.
1632  Seine Mutter stirbt bei ihrer siebten Schwangerschaft. Jean besucht das Jesuitenkollegium in Clermont.
1632-1635  Jean Baptiste wird in den Fächern Logik, Mathematik, Physik und Latein unterrichtet. Er erhält auch Tanz- und Fechtstunden. Einer seiner Professoren ist ist der Philosoph Gassendi, ein veritabler Kritiker des frühen Aufklärers Descartes.
1639-1640  Jean Baptiste verlässt das Jesuitenkollegium und studiert Rechtswissenschaft in Orléans.
1643  Die Begegnung mit der Schauspielerin Madeleine Bejart wird zum Wendepunkt in seinem Leben. Zugunsten seines Bruders verzichtet er auf das Amt des Vaters. Er schließt sich einer Theatergruppe an. Nach einem kurzen Gastspiel in Paris reist die Gruppe nach Rouen
1644  Am 1. Januar eröffnet das Illustre Theatre in Paris. Bei der Vetragsunterzeichnung mit einem Tänzer unterschreibt er zum ersten Mal mit seinem Künstlernalem Moliere. 
1653  Auf einer Gastspielreise durch Languedoc gewinnt Moliere die Gunst des Prinzen Conti. Die Theatergruppe erhält den Titel "Komödianten seiner Hoheit, des Prinzen Conti.  
1654-1659  Eine Stelle als Sekretär von Conti lehnt Moliere ab. Er reist weiterhin mit seiner Theatergruppe durch das Land.
1660  König Ludwig XIV. ist von Moliere begeistert. Er verschafft ihm Auftrittsmöglichkeiten im Theatersaal im Palais Royale und sichert ihm eine Rente.
1661  Das Stück "Die Männerschule" wird zum großen Erfolg". "Die Lästigen" wird im Schloss Vaux  aufgeführt. Moliere verbindet darin Komödie und Ballet.
1664  Für ein königliches Fest in Paris verfasst Moliere unter anderem "Tartuffe oder der Heuchler". Die Kirche verfügt nach der Uraufführung ein Verbot des Stücks.
1665 Moliers Theatergruppe erhält in Saint Germain den offiziellen Titel "Troupe du roy au Palais Royal", verbunden mt einer jährlichen Subvention von 6000 Livres. 
1666  Moliere erkrankt schwer. Im März erscheinen seine Werke Molieres in zwei Bänden. Die Komödie "Der Menschenfeind" findet beim Publikum wenig Resonanz.
1671 "Psyche", eine Gemeinschaftsproduktion von Moliere, Corneille, Quinault und Lully wird uraufgeführt.  
1673  Im Februar findet in Paris die Uraufführung von "Der eingebildete Kranke" statt. Moliere spielt darin die Hauptrolle.  Am 17. Februar, dem vierten Tag der Aufführung, erleidet er auf der Bühne einen Blutsturz. Das Publikum glaubt zunächst an eine perfekt gespielte Inszenierung. Doch Moliere verstirbt noch am selben Tag.
1680  Auf Anordnung des Königs gründen die beiden wichtigsten Theatergruppen von Paris die "Comédie francaise".
   
  Literatur:
Hartau Friedrich: Moliére. Reinbek bei Hamburg. 1976; Maier Katharina: Die berühmtesten Dichter und Schriftsteller Europas. S. 37-39. Wiesbaden 2007.
 
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