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Leben nach dem Tod
Vor der Frage nach einem... (25.1.12)

 Martin Luther Portrait

Martin Luther

1483
Martin Luther wird am 10. 11. als achtes von neun Kindern des Bergmanns Hans Luther und dessen Ehefrau Margarethe in Eisleben geboren. 
1505-1507
Luther studiert an der Universität Erfurt in Thüringen und erhält den „Magister Artium“ der philosophischen Fakultät. Auf Wunsch seines Vaters beginnt er nach seiner Promotion ein Studium der Rechtswissenschaften. Am 2. Juli wird er von einem schweren Gewitter überrascht und steht Todesängste aus. Er legt das Gelübde ab, Mönch zu werden. Daraufhin tritt er in das Augustinerkloster in Erfurt ein. Am 27. Februar 1507 erhält er dort die Priesterweihe.
1508-1512 Luther erhält von seinem Beichtvater die Empfehlung für ein Theologiestudium. Er erhält eine Versetzung nach Wittenberg. Luther wird zum Doktor der Theologie. Der junge Luther hat zu seiner Kirche ähnlich wie Jan Hus vor gut 100 Jahren ein loyales Verhältnis.
1517
Die Verkündigung des Ablasses zugunsten des Neubaus der Peterskirche in Rom ruft bei Luther Widerspruch hervor. Luther formuliert seine Bedenken in 95 Thesen, die er am 31. 10. zum Zweck einer Disputation mit Gelehrten in Wittenberg aufhängen lässt.
1520
In seiner Bulle "Exsurge Domine" antwortet Papst Leo X. auf Luthers Thesen und fordert seine Unterwerfung. Luther reagiert mit der Veröffentlichung von drei großen programmatischen Schriften.
1521
Am 3. Januar wird Luther schließlich von Papst Leo X. exkommuniziert. Auf dem Wormer Reichstag im April lehnt Luther einen Widerruf ab. Kaiser Karl V. verhängte darauf über Luther die Reichsacht, womie dieser jeglichen  Rechtsschutz einbüßt: Wer auch immer Luther schadete, würde nicht bestraft.  Kurfürst Friedrich von Sachsen nimmt sich dem Bedrohten an und lässt ihn nach einem fingierten Überfall auf die Wartburg bringen, um ihn dort vor seinen Widersachern zu schützen.
1522 Auf der Wartburg bleibt Luther bis zum 1. März  incognito als „Junker Jörg“. Er lässt sich Haupthaar und Bart wachsen und übersetzt das Neue Testament in die deutsche Sprache. Als lateinische Vorlage dient ihm eine kritische Ausgabe des Humanisten Erasmus von Rotterdam. Damit das Volk den Inhalt gut verstehen kann, wählt er eingängige Formulierungen. Die Übersetzung wird später in großer Auflage verbreitet.
1524-1525
Bauernaufstände brechen aus und berufen sich auf Luthers Lehren. Luther selbst hegt anfangs Sympathie, doch die Gewaltausbrüche veranlassen ihn zum Umdenken. 
1525
Am 13. 6. heiratet Luther Katharina von Bora, eine ehemalige Nonne der Zisterzienser.
1530 Auf dem Augsburger Reichstag unter Kaiser Karl V. legen mehrere evangelische Reichsstände ihre Zustimmung zur Confessio Augustana, dem "Augsburger Bekenntnis" vor. Das Zustandekommen dieses Ausgleichs zwischen Katholiken und Protestanten geschieht unter der Streitschlichtung von Phillip Melanchton.
  In den letzten Jahren seines Wirkens widmet sich Luther dem Aufbau von Gemeinden. Bis dahin hatte er sich im Gegensatz zum Genfer Reformator Johannes Calvin wenig um die Kirchenorganisation bemüht.
1546 Am 18. Februar stirbt Martin Luther in Eisleben. In Wittenberg wird er beigesetzt. Luthers Schriften und Bibelübersetzungen haben nicht nur zur Verbreitung der Bibel beigetragen, sondern auch zur Durchsetzung einer einheitlichen deutschen Sprache.
   
  Literatur:
Herrmann, Horst: Martin Luther. Eine Biographie; Berlin 2003; Leppin, Volker: Martin Luther, Darmstadt 2006.

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