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Im neuen Pauly ist der... (13.7.10)

 

 

Max Liebermann

1847
Max Liebermann erblickt am 20. Juli als Sohn des wohlhabenden jüdischen Industriellen Louis Liebermann und seiner Frau Philippe in Berlin das Licht der Welt.
1863  Der Gymnasiast Max Liebermann bekommt ersten Zeichenunterricht beim Maler Carl Steffeck in Berlin.
1866  Max Liebermann immatrikuliert sich an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität. Er besucht jedoch keine Vorlesungen.
1868  Mit 21 Jahren beginnt ein Max Liebermann ein Kunststudium an der Weimarer Akademie. 
1870  Als Kriegsfreiwilliger im Sanitätsdienst nimm Max Liebermann am Deutsch - Französischen Krieg teil.
1872  In Hamburg sorgt sein erstes großes Bild, die „Gänserupferinnen“, für großes Aufsehen. Die Gewöhnlichkeit des Themas schlägt eine Brücke zwischen Kunst und Realität. Doch für viele Kritiker zeigt es lediglich "das Hässliche".
1873  Liebermann zieht nach Paris. In Montmatre richtet er sich ein Atelier ein. Östlich von Paris befindet sich eine kleine Künstlerkolonie, die "Schule von Barbizon". Er kommt nimmt aber nur mit wenigen Künstlern Kontakt auf.
1874  Der Pariser Salon, eine schon seit der Zeit von König Ludwig XIV. regelmäßig stattfindenden Kunstausstellung, zeigt die „Gänserupferinnen."  Diemal wird Liebermann weniger als Künstler, denn als Deutscher angefeindet.
1875-77 Liebermann verbringt einige Aufenthalte in Holland. Er beschäftigt sich mit Portraitmalerei und kopiert Gemälde von Frans Hals. Wiederum werden Gemälde für den Pariser Salon angenommen, Doch einen wirklichen Durchbruch erzielt er nicht. In Holland malt er das großformatige Bild „Schwimmbad“.
1878  Auf Anregung von Franz Lenbuch kommt Max Liebermann nach München.
1879  Liebermanns Bild „Der zwölfjährige Jesus im Tempel“ sorgt für einen Skandal auf der Internationalen Kunstausstellung in München. Seine unpathetische Darstellung des Jesus bringt ihm den Vorwurf der Blasphemie (Verhöhnung) ein.
1881 Liebermann präsentiert Werke im lichtdurchfluteten Stil von Jan Vermeer. Sein im Vorjahr fertiggestelltes Gemälde "Altmännerhaus in Amsterdam" hat im Pariser Salon von 1881 Erfolg. Ebenfalls in Paris vertreten ist der Impressionist Edouard Manet. Max Liebermann bittet darum, ihn kennenlernen zu dürfen, doch Manet lehnt den Wunsch aus patriotischen Gründen ab. 
1884  Max Liebermann heiratet die zehn Jahre jüngere Martha Marckwald.
1885  Die Tochter Käthe wird geboren. 
1889 Obwohl die Weltausstellung in Paris von der Reichsregierung offiziell boykottiert wird, eröffnet Liebermann einen Pavillon mit Werken deutscher Künstler.
1892  Max Liebermann organisiert eine erste Ausstellung mit seiner Künstlervereinigung "Elf". Die Gruppe begerift sich als Gegengewicht zur Kunstauffassung von Kaiser Wilhelm und sorgt für entsprechendes Aufsehen. 
1894  Liebermanns Vater stirbt, Max Liebermann erbt das Palais neben dem Brandenburger Tor und ein Millionenvermögen. Er wendet sich nun dem  Impressionismus und der Portraitmalerei zu.
1897  Zu seinem 50. Geburtstag wird Max Liebermann zum Professor der Berliner Akademie, allerdings ohne Lehrauftrag.
1898  Max Liebermann wird Mitbegründer der Künstlervereinigung Berliner Secession. Die Gruppe ist die Nachfolger der Vereinigung "Elf".
1899  Der Maler wird Vorsitzender der Berliner Secession gewählt. 
1903 Liebermann hatte in den letzten Jahren vermehrt das Freizeitvergnügen des Berliner Bürgertums als Motiv gewählt. Es entstehen "Polospiel in Jenischs Park" und "Tennisspiel am Strand".
ab 1900 Liebermann wird zu einem gefragten Portraitmaler. 
1909  Liebermann kauft ein Grundstück am Wannsee und lässt sich dort ein Haus errichten. 
1911  Bei einer Generalversammlung der Secession am 19. Januar erklärt Liebermann seinen Rücktritt. Sein Nachfolger wir der Impressionist Lovis Corinth.
1912  Liebermann erhält zum 65. Geburtstag den Orden von Oranje-Nassau durch die niederländische Königin. Zudem wird er in den Senat der Berliner Akademie der Künste gewählt. 
1914  Die Secession hatte sich in mehrere Gruppioerungen gespalten. Liebermann wird zum Ehrenpräsidenten der "Freien Secession". 
1920 - 1933  Liebermann ist Präsident der Preußischen Akademie der Künste.  
1933  Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten tritt Max Liebermann aus der Künstlergenossenschaft aus und legt die Präsidentschaft der Preußischen Akademie nieder. Einem Hinauswurf durch die neuen Herrscher kommt er damit zuvor.
1935  Mit 88 Jahren verstirbt Max Liebermann am 8. Februar in Berlin und wird auf dem jüdischen Friedhof an der Schönhauser Allee beigesetzt.  
   
  Literatur:
Berchtig Frauke: Max Liebermann, München 2005; Bröhan Nicole: Max Liebermann, Berlin 2002.

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