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Otto III., römisch-deutscher Kaiser |
| 980 |
Otto wird als Sohn von Kaiser Otto II. und Kaiserin Theophanu geboren. Sein Großeltern sind die Begründer der ottonischen Dynastie, Otto der Große und seine Gemahlin Adelheid von Burgund. |
| 983 |
Otto II.
lässt seinen dreijährigen Sohn Otto III. in Verona
durch die Fürsten des italienischen und deutschen
Reichsteils.zum
König wählen. Die Nachfolgefrage sollt dadurch
frühzeitig geregelt werden. |
| 984 |
Kaiser Otto II.
stirbt. Die Regierungsgeschäfte führt seine Gemahlin
Theophanu. Als Berater dient der Erzbischof Willigis von
Mainz. Um die Erziehung des Knaben kümmert sich die
Großmutter Adelheid von Burgund. |
| 991 |
Tod der Mutter
Theophanu. Die Regentschaft übernimmt nun die über
sechzigjährige Kaiserin Adelheid von Burgund. |
| 994 |
Otto III. erreicht
Volljährigkeit und beginnt mit den
Regierungsgeschäften. zu regieren. |
| 995-997 |
Otto III. wird von
Papst Johannes XV. um Hilfe gebeten, nachdem ihn Crescentius
II., der Vertreter des Adels, aus der Stadt vertrieben hatte. Otto
III. zieht über die Alpen, doch während
seiner Reise stirbt der Papst. Otto III. setzt daraufhin den
ersten deutschen Papst auf den Heiligen Stuhl, und zwar seinen
Verwandten, den Hofkapellan Brun von Kärnten. Als
Papst Gregor V. krönt dieser im
Gegenzug Otto III. in Rom zum Kaiser. Doch bald nach
der Abreise von Ottos III. aus Rom vertreibt Crescentius II. den Papst
und setzt einen Gegenpapst ein: Johannes Philagathos wird zum
Gegenpapst Johannes XVI. |
| 998 |
Otto III. versucht,
seine Vision der Renovatio imperii, der Erneuerung des
Römischen Imperiums, mit Gewalt durchzusetzen. Er
bekämpft den römischen Adel,
tötet Crecentius II. und setzt den Gegenpapst
Johannes XVI. ab. |
| 999 |
Gerbert von Reims
tritt als Papst
Silvester II. die Nachfolge auf dem Heiligen Stuhl an. Der
hochgebildete Silvester II. ist der ottonischen Dynastie schon seit
Otto I. eng verbunden. |
| 1000
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Otto III. verfolgt
eine Politik der Christianisierung Osteuropas. Polen und Ungarn werden
unter Stärkung ihrer Position enger an Rom gebunden. |
| 1001 |
Nach dem Entsenden
einer Krone an das ungarische Königtum wird Otto
III. durch einen Aufstand aus Rom vertrieben. Otto III. plant
daraufhin einen Feldzug gegen Rom, wobei er von den
begünstigten Reichsbischöfen die Zusage von Truppen
erhält. |
| 1002 |
Im Januar
stirbt Kaiser Otto III. in der Burg Paterno in der
Nähe von Rom. Gemäß seinem Testament wird
er in Aachen neben Karl
dem Großen beigesetzt. |
| Literatur: Beumann, Helmut: Die Ottonen, 5. Aufl., Stuttgart u.a. 2000; Schramm, Percy Ernst: Kaiser, Rom und Renovatio. Studien zur Geschichte des römischen Erneuerungsgedankens vom Ende des Karolingischen Reiches bis zum Investiturstreit. Darmstadt 1962. |