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Eure Lieblingsbücher
von einem gewissen Hansj... (28.8.10)

 

Joseph Roth 

1894
Am 2. September erblickt Joseph Roth im galizischen Brody, das damals zu Österreich-Ungarn gehört, das Licht der Welt. Sein Vater, ein jüdischer Händler, verschwindet unter mysteriösen Umständen noch vor der Geburt. Joseph wächst bei seiner Mutter und dem Großvater auf.
1901-1913  Nach der jüdische Gemeindeschule in Brody besucht Joseph Roth das Kronprinz-Rudolph-Gymnasium. Die Matura besteht er mit Auszeichnung. Josph verfasst seine ersten Gedichte.
1913
Joseph Roth immatrikuliert sich an der Universität Lemberg für die Fächer Germanistik und Philosophie.
1914  Roth wechselt an die Universität Wien. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wird er zunächst als untauglich für den Militärdienst zurückgestellt. 
1915  Joseph Roth veröffentlicht sein Gedicht "Welträtsel".  
1916-1919  Joseph Roth meldet sich als Kriegsfreiwilliger. Er gerät in russische Gefangenschaft. Nach der Freilassung arbeitet er für die linksliberale Zeitung "Der neue Tag". 
1920
Joseph Roth wechselt nach Berlin und arbeitet für verschiedenene Zeitschriften und Zeitungen. 
1922  Nach seiner Heirat arbeitet Josepg rot beim sozialdemokratischen "Vorwärts".
1923  Joseph Roth arbeitet für die "Frankfurter Zeitung" und das "Prager Tageblatt".
1924  Joseph Roth veröffentlicht den Roman "Hotel Savoy", ein Spiegelbild der Gesellschaft der Nachkriegszeit.
1927  Joseph Roth veröffentlicht Reisereportagen über Italien, Albanien und Polen. 
1928  Es beginnt eine Freundschaft mit Stefan Zweig. Roths Frau wird wegen einer schizophrenen Erkrankung in eine Anstalt eingewiesen.  
1929-1930  Der Roman "Rechts und Links" erscheint. Joseph Roth arbeitet inzwischen bei der konservativen Zeitung "Münchener Neueste Nachrichten". 
1930  Der große Roman "Hiob" erscheint. Joseph Roth überträgt darin den Hiob der Bibel in die Moderne. Die Hauptfigur steht stellvertretend für die Tragik des Judentums und ebenso für seine persönlichen Schicksalsschläge. 
1932  Im "Radetzkymarsch" zeigt Joseph Roth den Untergang der habsburgischen Monarchie.
1933  Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten werden auch die Bücher von Joseph Roth verbrannt. Die Katastrope vorausahnend geht er nach Paris, wo er in Exilkreisen das politische Ziel einer habsburgischen Restauration verfolgt. Die Tradition geht bis auf Rudolf I. von Habsburg zurück.
1935  Joseph Roth wird Mitarbeiter an der von österreischischen Emigranten  herausgegebenen Zeitschrift "Der christliche Ständestaat".
1936  Joseph Roths Bücher werden in den Niederlanden verlegt. 
1937  Auf Einladung des polnischen PEN-Clubs begibt sich Joseph Roth auf eine Vortragsreisen durch Polen. 
1938  Im Februar besucht er Wien zum letzten Mal vor dem Anschluß Österreichs an das Reich. Sein Roman "Kapuzinergruft" erscheint als Fortsetzung des "Radetzkymarsch".
1939  Joseph Roths Erzählung "Die Legende vom heiligen Trinker" und die Artikelserie "Schwarz-Gelbes Tagebuch" erscheinen. Am 27. Mai stirbt er, gezeichnet von Alkoholabhängigkeit und Schicksalsschlägen, in einem Pariser Armenhospital.  
   
  Literatur:
Bronsen David: Joseph Roth. Eine Biographie. Köln 1974. Überarbeitete und gekürzte Neuauflage 1993; Nürnberger Helmuth: Joseph Roth mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Reinbek bei Hamburg 1981. 


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