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Was sagen Sie, nachdem... (18.1.12) |
Hermann Hesse
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| 1877 |
Am 2. Juli
kommt Hermann Hesse im westlich von Stuttgart gelegenen Calw zur Welt.
Sein Vater wird als Missionar zeitweise in Indien eingesetzt. |
| 1891 - 1892 | Hermann Hesse wird in
das evangelische Klosterseminar Maulbronn aufgenommen. Er soll auf
Wunsch des Vaters Theologe werden. Doch nach nicht einmal einem Jahr
flieht er aus dem Kloster. |
| 1894
- 1903 |
Hermann Hesse versucht
sich in
den verschiedensten Berufen. Eine Lehre als
Turmuhrmechaniker schließt er ab. Danach beginnt er eine
zweite Lehre als Buchhändler
in Tübingen und führt im Anschluss eine Buchhandlung
in Basel. Seine erste Lyriksammlung "Romantische Lieder" entsteht. |
| 1904 |
Mit dem
Entwicklungsroman "Peter Camenzind" stellt sich ein erster
großer Erfolg ein. Er arbeitet nun als freier Schriftsteller. |
| 1906 |
Die Erzählung
"Unterm Rad" erscheint. Hierin verarbeitet Hesse seine eigenen
Schulerfahrungen und Jugendkrisen. |
| 1907
- 1912 |
Hermann Hesse betreut
den belletristischen Teil Zeitschrift
"März", die sich gegen die Herrschaft von Kaiser Wilhelm
richtet. |
| 1911 |
Herrman Hesse
unternimmt eine
Reise nach Indien, die sein gesamtes Schaffen sehr beeinflussen sollte. |
| 1914
- 1919 |
Zu Beginn des ersten
Weltkriegs meldet sich Hesse freiwillig zum Militärdienst.
Wegen seiner Kurzsichtigkeit wird er aber für "felduntauglich"
erklärt. Daraufhin engagiert sich für die
Kriegsgefangenenfürsorge. Wegen seiner zunehmenden Kritik an
Krieg und Kriegsverherrlichung erklären ihn
konservative Kreise zum Vaterlandsverräter. Er unterzieht sich
einer Psychoanalyse bei Carl
Gustav Jung und verarbeitet seine
Erlebnisse im Roman "Demian", der im letzten Kriegsjahr erscheint. |
| 1922 |
In seinem Roman
"Siddharta"
nähert sich Herrman Hesse die indischen Religionen des
Hinduismus und des Buddhismus an. Der Name Siddharta ist auch der
Geburtsname des Religionsgründers Buddha. Das Buch
trägt in den 60ern und 70ern zum
Lebensgefühl vieler junger Menschen in Westeuopa bei. |
| 1923 |
Hesse erhält
die Schweizer Staatsbürgerschaft. |
| 1926 |
Hesse wird in die
Preußische Akademie der Künste gewählt. |
| 1927 |
Der von der
Psychoanalyse beeinflusste Roman "Der Steppenwolf" erscheint. |
| 1930 |
"Narziß und
Goldmund" erscheint. In diesem Roman lässt Hesse auch
Anspielungen auf seine Zeit im Kloster Maulbronn einfließen.
Im Roman wird daraus das Kloster Mariabronn. |
| 1931 |
Aus politischen
Gründen verlässt Hesse die Preußische
Akademie der Künste. |
| 1933
- 1945 |
Hesse lässt
keinen Zweifel an der Ablehnung der nationalsozialistischen Diktatur.
Künstlern und Literaten dient er als Anlaufstelle. Als
Schweizer Staatsbürger bleibt er von den Nazis unbehelligt. |
| 1943 |
Das Glasperlenspiel,
ein Versuch der Synthese östlicher und westlicher Weisheit,
wird veröffentlicht. Es bildet den Höhepunkt seines
Schaffens. |
| 1946 |
Hesse wird mit dem
Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main ausgezeichnet. Für sein
Lebenswerk erhält er im gleichen Jahr den Nobelpreis
für Literatur. |
| 1955 |
Hesse erhält
den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. |
| 1962 |
Am 9. August stirbt
Hermann Hesse im schweizerischen Montagnola, südwestlich von
Lugano im Tessin. |
| Literatur: Ball, Hugo: Herrmann Hesse. Sein Leben und Werk, Berlin 1933; Zeller, Bernhard: Hermann Hesse, Reinbek 1993. |