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Und wo möchten Sie leben... (24.7.10)

 

 

Georg Elser

1903  
Georg Elser, Sohn eines Holzhändlers und Landwirts, erblickt am 4. Januar im württembergischen Hermaringen das Licht der Welt.
1917-1919  Nach dem Besuch der Volksschule in Königsbronn beginnt Georg Elser eine Lehre als Dreher in einem Hüttenwerk. Aus gesundheitlichen Gründen bricht er nach zwei Jahren ab.
1919-1925  Georg Elser macht eine Lehre als Tischler. Die Gesellenprüfung schließt er als Jahrgangsbester ab. Danach arbeitet er in Schreinerwerkstätten in Königsbronn, Aalen und Heidenheim. 
1925-1929  Seine Tätigkeit in einer Konstanzer Uhrenfabrik macht ihn mit den Grundlagen der Mechanik vertraut.
1926  Georg Elser verbringt seine Freizeit im Trachtenverein "Oberrheintaler", im Zitherclub Konstanz und bei den Naturfreunden. Trotzdem gilt er als Einzelgänger.  
1928 Georg Elser wird Mitglied im kommunistischen Rotfrontkämpferbund, ohne dort ein politisches Amt zu übernehmen.
1932  Rückkehr nach Deutschland. In Heilbronn arbeitet er im Betrieb der Eltern.
1936  Als Mitarbeiter einer Armaturenfabrik in Heidenheim erlangt er Informationen zu den Aufrüstungsplänen der Nationalsozialisten.    
1938  Elser nimmt an einer Gedenkveranstaltung der Nationalsozialisten im Münchner Bürgerbräukeller teil. Adolf Hitler hält jedes Jahr eine Rede am Vorabend des 9. November, zum Jahrestag seines gescheiterten Putschversuchs von 1923.
1939  Er arbeitet in einem Steinbruch an, um sich Sprengstoff zu besorgen. Im Sommer zieht er nach München, gibt sich als Erfinder aus, und mietet eine kleine Werkstatt. Jeden Abend besucht er den Bürgerbräukeller auf, nimmt dort eine einfache Mahlzeit zu sich und schleicht sich in die Besenkammer. Dort bleibt er, bis der Bürgerbräukeller geschlossen wird. In über 30 Nächten höhlt er eine Säule hinter dem Rednerpult aus, um später die Bombe darin zu verstecken. 

Am 8. November reist Hitler zu seiner Rede nach München. Wegen des schlechten Wetters nimmt er die Bahn statt des Flugzeugs. Am selben Abend will er noch nach Berlin weiterreisen. Hitler beendet seine Rede früher als geplant und verlässt den Bürgerbräukeller 13 Minuetn vor der Explosion. Die Bombe explodiert zur eingestellten Zeit um 21:20 Uhr. Geog Elser versucht über die Schweizer Grenze zu fliehen, macht sich dort aber verdächtig und wird festgenommen. Er wird in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Die Nationalsozialisten planen einen Schauprozess nach dem "Endsieg".
1945  Georg Elser wird in des Konzentrationslager Dachau gebracht und dort am 9. April erschossen. Die Nationalsozialisten versuchen, die Hinrichtung als Unfall zu vertuschen. Hitler gab eine knappe Vorgabe zur offiziellen Berichterstattung: " Am ... anlässlich des Terrorangriffs auf ... wurde u.a. der Schutzhäftling 'Eller' tödlich verletzt". 
   
  Literatur:
Haasis, Hellmut G.: Den Hitler jag’ ich in die Luft.” Der Attentäter Georg Elser. Eine Biographie.  Berlin 1999; Ortner, Helmut: Der Attentäter: Georg Elser - der Mann, der Hitler töten wollte. Tübingen 1999.

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