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Hauptsache, es geht gegen... (22.1.12) |
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Eleonore von Aquitanien |
| um
1122
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Eleonore
wird in Poitiers in Aquitanien geboren. Die Region wird im
Süden von den Pyrenäen und im Westen vom Atlantik
begrenzt. Eleonore ist die Tochter des
Herzogs Wilhelm
X. von Aquitanien (1099-1137), genannt der erste Troubadour und der
Aenòr de Chateleràud (1105-1130). Ihr Geburtsname
ist Aenòr, zur Unterscheidung von ihrer
Mutter wird sie jedoch
Aliénor genannt, "die andere
Aenòr". Wilhelm X.
lässt seiner hochintelligenten und begabten Tochter
eine gute Erziehung zukommen,
Eleonores entwickelt ihr Interesse zu zu Musik und Literatur. |
| 1137 | Ihr Vater stirbt, ihr
einziger Bruder war ohne Nachkommen und noch vor dem Vater verschieden.
Als älteste Tochter erbt Eleonore die
Herzogtümer Aquitanien und Gascogne und die Grafschaft
Poitou. Im gleichen Jahr heiratet sie Ludwig VII., den neuen
König von Frankreich. Der französische
Herrschaftsbereich wird dadurch um bedeutende Gebiete
erweitert. |
| 1147-49 |
Eleonore nimmt mit
ihrem Mann Ludwig VII. am Zweiten
Kreuzzug teil, der jedoch scheitert. |
| 1152 |
Ihre Ehe mit dem
französischen König
VII. wird annulliert. Eleonore's kunstsinnige und
freizügige Art war mit der Strenge Ludwigs wohl
unvereinbar. Ludwig war die Ehe auf Anweisung seines Vaters eingangen,
zudem hatte
Eleonore keinen Thronfolger geboren. Eleonore heiratet noch im selben Jahr den lebenslustigen Heinrich Plantagenet, Graf von Anjou und Herzog der Normandie. Die Heirat bedeutete für Frankreich einen Machtverlust, denn zu den Besitztümern der Plantagenets kamen die von Eleonore. Das mächtige Paar kontrollierte neben England ganz Südwestfrankreich. Die Scheidung von Ludwig und Eleonore war eine der folgenreichsten der Weltgeschichte, sie führte letztendlich zum Hundertjährigen Krieg zwischen England und Frankreich. |
| 1154 |
Heinrich Plantagenet
wird als Heinrich II.
zum König von England. Mit Heinrich hat Eleonore acht Kinder,
darunter die beiden späteren englischen Könige Richard
Löwenherz und Johann Ohneland. Letzterer
wurde mit der Magna Charta für die Entwicklung der
Menschenrechte bedeutsam. |
| um
1165 |
Nach einer Ehekrise
zwischen Eleonores und Heinrichs, der König
pflegte eine
Beziehung mit der schönen Rosamunde, zieht sie
sich an ihren Hof nach Poitiers
zurück. |
| 1172-74 | Eleonore
unterstützt die Rebellion ihrer
Söhne gegen Heinrich II. Sie wird schließlich
gefangengenommen und für die nächsten Jahre
festgesetzt. |
| 1189 |
Nach dem Tod ihres
Ehemannes kommt Eleonore kommt wieder frei. |
| 1189-92 |
Während sich
ihr Sohn König Richard
Löwenherz auf dem Dritten Kreuzzug befindet,
übernimmt Eleonore die Herrschaft über England. |
| 1193/94 |
Nach der Gefangennahme
von Richard Löwenherz durch Herzog Leopold von
Österreich führt Eleonore die Verhandlungen mit
Kaiser
Heinrich VI. Sie bringt das Lösegeld für ihren Sohn
auf, holt ihn bei seiner Freilassung in Speyer ab und bringt
ihn nach England zurück. |
| 1199 |
Nach dem Tod von
Richard Löwenherz setzt Eleonore ihren zweiten Sohn
John Ohneland als englischen König durch. |
| 1204
|
Eleonore stirbt am 1.
April im Kloster Fontevrault
(Fontevraud-l´Abbaye in der Nähe von Saumur an der
Loire im heutigen Departement Maine-et-Loire), der
Grablege der
Plantagenet. Dort hatte sie sich in den letzten Jahren
zurückgezogen, freilich ohne selbst Nonne zu
werden. Im Kloster ist sie auch begraben. Als Ausdruck
ihrer Gelehrsamkeit ist sie auf
ihrem Grabmal lesend abgebildet. Eleonore von Aquitanien gehört zu den schillerndsten Frauen des Mittelalters. Um sie ranken sich vier Könige, zwei als Gemahl, und zwei als Söhne. Sie beschränkte sich nicht auf die Rolle als Ehefrau und Mutter, was ihr auch Kritik einbrachte, so beispielsweise vom Abt und Kreuzzugsprediger Bernhard von Clairvaux. Eleonore war eine grosse Förderin der Troubadourdichtung und spielt eine Rolle in der literarischen Umsetzung der Artussage und der Legende vom heiligen Gral. In der Geschichte von Robin Hood wird sie als kluge und warmherzige Königin charakterisiert. |
| Literatur: Amy Keller,
Eleanor of Aquitaine and the
Four Kings, London 1950. Régine Pernoud: Königin
der Troubadoure. Eleonore von Aquitanien, 13. Aufl., München
1995; Philippe Delorme: Aliènor d'Aquitaine.
Épouse de Louis VII., mère de Richard
Cœur de Lion, Paris 2001. |