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Utopia
Und wo möchten Sie leben... (24.7.10)

 

 

Einhard

770
Einhard wird im Maingau geboren. Sein Vater trägt den gleichen Namen, seine Mutter heißt Engilfrit.
  Karl der Große beruft Einhard in seine Dienste. Einhard leitet zahlreiche Bauten,so die Brücke zu Mainz, die Pfalz (Palast, die als Aufenthaltsort für den reisenden Herrscher diente) zu Ingelheim und in Aachen die Pfalz und den Dom. Er ist auch Begleiter Karls des Großen auf vielen seiner Reisen.
806
Er geht als Gesandter Karls des Großen nach Rom.
813
Einhards Rat bewegt Karl den Großen, seinen Sohn Ludwig zum Kaiser zu ernennen. Ludwig erhält später den Beinamen "der Fromme".
ab 817
Ludwig vertraut Einhard und er wird Ratgeber von Karls Sohn Lothar I. In den Kämpfen der Söhne gegen den Vater bemüht sich Einhard um eine friedliche Lösung des Konflikts.
  Er gründet bei Michelstadt im Odenwald eine Abtei, die Einhardsbasilika in Steinbach. Obwohl er mehrere große Klöster als Abt führt, scheint er niemals Geistlicher gewesen zu sein.
  Einhard ist fränkischer Gelehrter und Geschichtsschreiber. Er ist Nachfolger Alkuins als Leiter der Hofschule Karls des Großen, wirkt aber auch als Architekt.
827
Einhards Sekretär Ratleik begibt sich nach Rom, um Reliquien für seinen Dienstherren zu beschaffen. Mit seinen Helfern dringt er in eine Kirchengruft nahe der Via Appia ein. Obwohl auf Diebstahl die Todesstrafe, entwendet  er die Gebeine der christlichen Märtyrer Marcellinus und Petrus (namesgleich mit dem Apostel, allerdings wirkte er erst im 4. Jahrhundert) und bringt sie in die von Einhard neu erbaute Basilika in den Odenwald.
834
Einhard hatte 815 von Ludwig die Siedlung Obermulinheim (Obermühlheim) erhalten. Dort gründet er ein Benediktinerkloster und stattet es mit den Reliquien aus der Michelstätter Basilika aus. Der Ort Obermühlheim erhielt daraufhin den den Namen Seligenstadt. 
  Von den vier heute noch bekannten Werken Einhards ist die Biografie Karls des Großen, die Vita Karoli Magni, am bedeutendsten. Diese einzige zeitgenössische Biografie Kaiser Karls verfasste Einhard in Anlehnung an die antiken Kaiserbiografien Suetons.
  Sein Werk "Translatio et Miracula SS. Marcellini et Petri", berichtet von der Überführung (eigentlich einem Diebstahl) der Reliquien von Marcellinus und Petrus von Rom nach Seligenstadt . Außerdem sind noch die kurze theologische Schrift "De adoranda cruce" und eine für Gebetszwecke aufbereitete Auswahl aus den Psalmen zu nennen. Daneben ist eine größere Sammlung von Briefen Einhards (insgesamt 71, davon 58 mit Einhard als Verfasser) erhalten.
840
Einhard stirbt am 14. März in Seligenstadt. 
   
  Literatur:
Schefers, Hermann (Hrsg.): Einhard. Studien zu Leben und Werk, Darmstadt 1997;
Tischler, Matthias M.: Einharts Vita Karoli. Studien zur Entstehung. Überlieferung und Rezeption. Hannover 2001.

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