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Aphorismen und Sprüche...
Der Unterschied zwischen... (28.7.10)

 

 

Diogenes von Sinope

469-399
Lebensspanne des Philosophen Sokrates.
um 440
Antisthenes wird in Athen geboren, er ist der Begründer der philosophischen Richtung des Kynismus und gilt indirekt als einer der Vorfahren der Stoa, manche nehmen auch eine Verbindung zu Jesus und dem frühen Christentum an. Der Überlieferung nach war er ein Schüler des Sokrates. Das Kennzeichen des Kynismus ist die völlige Bedürfnislosikeit und das Verleugnen von Scham. Kyniker lebten oft von Bettelei und Almosen. Wie für fast alle nachsokratischen philosophischen Schulen ist für die Kyniker die wichtigste  Frage die nach dem persönlichen Glück. Für die Kyniker beruht  es auf Unabhängigkeit bis zur Autarkie und innerer Freiheit. Dies führt zuweilen bis zur völligen Negierung aller hergebrachten Normen  und Gesetze und der Verachtung allen Besitzes. Der späte Kynismus der römischen Kaiserzeit wandelt sich zu Gemeinschaftsleben und religiösem Mystizismus. Der Name ist entweder ein Schimpfwort (Hunde) oder stammt vom Gymnasion Kynosarges in Athen, in dem Antisthenes lehrte.
443-429
Perikleisches Zeitalter in Athen. Auf der Grundlage des Strategenamtes und des Ostrakismos seiner Gegner beherrscht Perikles die Athenische Demokratie. Blützeit Athens in Kunst (Akropolis) und Kultur, die mit der Ausbeutung der Athenischen Bundesgenossen bezahlt wird.
431-404
Peleponnesischer Krieg zwischen Sparta und Athen.
427-347
Lebensspanne des Philosophen Platon.
ab ca. 400
Diogenes wird in Sinope (in Kleinasien am Schwarzen Meer) geboren, er ist der Sohn eines Geldwechslers namens Hikesias und muß zusammen mit seinem Vater wegen Falschmünzerei aus Sinope fliehen und geht nach Athen, wo er Schüler des Kynikers Antisthenes, eines Schülers des Sokrates, wird. Diogenes wird uns vor allem in Anekdoten überliefert. Am bekanntesten sind sein Leben in einer Tonne, und die Begegnung mit dem Feldherrn Alexander der Große: Als er ihm einen Wunsch gewährt, antwortet Diogenes: Geh mir aus der Sonne! Sein Umhergehen mit einer Laterne am hellen Tage auf der Agora in Athen begründet er mit der Suche nach einem wirklichen Menschen.
384-322
Lebensspanne des Aristoteles
365
Tod des Antisthenes
368/65-288/85
Krates von Theben, Schüler des Antisthenes und seinerseits Lehrer des Zenon von Kition, des Begründers der Stoa, ebenso des Kleanthes, des Leiters der stoischen Schule nach Zenon. Er lebte als Kyniker, hat aber ein reiches literarisches Werk verfaßt, das vor allem parodistische Tragödien, Hymnen und Elegien umfasste, aber weitgehend verloren ist. Er gilt als einer der Schöpfer der Diatribe, einer Art volkstümlicher philosophischer Predigt. Sein Schwager und Schüler Metrokles gilt als Erfinder der Chreia, der Mischung aus Anekdote und Sentenz, wie sie die Überlieferung der älteren Kyniker, so Diogenes, kennzeichnet.
335-245
Bion von Borysthenes, ebenfalls ein Schüler des Krates, er lebte als Wanderlehrer und wurden von dem Makedonenkönig Antigonos Gonnatos nach Pella berufen.Von ihm sind mehrere Schriften erhalten.
323
Tod des Diogenes in Korinth.
   
  Literatur:
Heinrich Niehues-Pröbsting, Der Kynismus des Diogenes und der Begriff des Zynismus, Frankfurt am Main 1988; Malte Hossenfelder: Antike Glückslehren – Kynismus und Kyrenaismus, Stoa, Epikureismus und Skepsis, Quellen in deutscher Übersetzung mit Einführungen, Stuttgart 1996; Georg Luck: Die Weisheit der Hunde. Texte der antiken Kyniker, Darmstadt 2002.

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