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Martin Buber
Buber ist stark vom Zen... (23.1.12)

 

 

René Descartes

1596
René Descartes wird am 31. März als drittes Kind des Juristen Joachim Descartes und seiner Frau Jeanne, geb. Brochard, in La Haye (Touraine) geboren. Tod der Mutter im Jahr darauf.
1604 - 1612
Besuch des jesuitischen Collège Royal in La Flèche (Anjou).
1616
Baccalaureat und Lizenziat der Rechte an der Fakultät zu Poitiers.
1618
Descartes erbt das Gut Le Perron im Poitou und nennt sich "Sieur du Perron".
1618 - 1619
Militärische Ausbildung in Holland. Freundschaft mit dem Physiker Isaac Beeckman, dessen Verdienst es ist, dass der acht Jahre Jüngere im eher ungünstigen Milieu des Lebens in der Garnison seinen Weg nicht länger als einen Augenblick verliert. "Denn Sie allein haben mich Müßigen aufgeweckt", bekennt Descartes dem Freund. Reise nach Kopenhagen, Danzig, Polen, Ungarn, Österreich, Böhmen. Kontakt zu dem Mathematiker Johann Faulhaber, der der geheimen Gesellschaft der Rosenkreuzer angehört. Aufenthalt in Frankfurt zur Krönung Kaiser Ferdinands II.
1620 Dienst als Freiwilliger in der Truppe des Herzogs von Bayern.
1623
Reise nach Italien zur Nachlaßordnung eines verstorbenen Verwandten.
1625 - 1628
Paris. Freundschaft mit dem Dichter Guez de Balzac. Bekanntschaft mit Kardinal Bérulle, der ihm das Versprechen abnimmt, sich der philosophischen Grundlegung der Wissenschaft zu widmen.
1628
Emigration in das liberale Holland, wo er bis 1649 leben wird. Hier entwickelt er seine neue Physik in kritischer Auseinandersetzung mit der auf Aristoteles zurückgehenden mittelalterlichen Scholastik. Freundschaft mit dem katholischen Medizinprofessor Cornelius van Hoogeland. Die kleine Schrift "Regeln zur Leitung des Verstandes" erscheint. Bekanntschaft mit Constantin Huygens.
1632  Galileo Galilei wird in Rom wegen Ketzerei angeklagt.
1635
Der Prozeß der Inquisition gegen Galileo Galilei ist Descartes, der von sich sagt, er "trete in der Maske auf", ein warnendes Beispiel. Der gläubige Katholik Descartes, der um die Gefahren weiß, die seiner Philosophie von theologischer und kirchlicher Seite drohen, wagt nicht, sein naturwissenschaftliches Hauptwerk "Die Welt" (Le monde) zu publizieren. Die Magd Hijlena Jans bringt Descartes' Tochter Francine zur Welt, die 1640 stirbt.
1637  "Abhandlung über die Methode, seine Vernunft richtig zu leiten und die Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen" erscheint anonym in Leiden. Die "Methode" ist universal, denn sie kann auf alle möglichen Gegenstände unseres Wissens angewendet werden. Das Werk übte in ganz Europa einen prägenden Einfluß aus und gilt generell als Manifest des neuzeitlichen Rationalismus und wissenschaftlichen Methodenbewußtseins.
1641  In Paris erscheint "Meditationen über die Grundlagen der Philosophie", sein philosophisches Hauptwerk, in dem er versucht, über die Methode des Zweifels zur Erkenntnis zu gelangen. Wie weit sein philosophischer Radikalismus tatsächlich geht lässt sich an seiner Folgerung ablesen dass es nämlich bei allgemeiner Bezweiflung der meisten "Wahrheiten" auch nur eine "vorläufige Moral" geben könne. "Cogito ergo sum" (ich denke, also bin ich) ist eine von Decartes entwickelte These, die er im Anschluß an seinen radikalen Zweifel über die eigene Erkenntnisfähigkeit als nicht mehr zu kritisierende Grundlage in diesem Werk formuliert.
1644
Erste Reise nach Frankreich. "Die Prinzipien der Philosophie".
1647 - 1648
Zweite und dritte Reise nach Frankreich. Briefwechsel mit Königin Christine von Schweden.
1649  "Von den Leidenschaften der Seele" erscheint in Paris und Amsterdam und enthält eine Psychologie der Affekte. 1. September: Descartes folgt den wiederholten Einladungen der Königin Christine und reist nach Stockholm. "La naissance de la paix" entsteht, ein Ballettlibretto im Auftrag der Königin.
1650
11. Februar: Tod Descartes' in Stockholm (vermutlich Lungenentzündung).
1663  Die Kirche setzt Descartes' Werke auf den "Index Romanus", das Verzeichnis verbotener Schriften.
1667  Überführung des Sarges nach Frankreich.
   
  Literatur:
Röd, Wolfgang: Die Genese des Cartesianischen Rationalismus, München 1995;
Specht, Rainer: Descartes. rororo bildmonographien. Reinbek bei Hamburg, 1966.

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