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Byzantinische Kunst
Im neuen Pauly ist der... (13.7.10)

 

 

Lovis Corinth

1858
Am 21. Juli wird Franz Heinrich Louis Corinth im ostpreußischen Tapiau geboren. Den Vornamen Louis wandelt er später in den Künstlernammen Lovis um.
1866-1873  Lovis Corinth besucht das Gymnasium in Königsberg. 
1876 Lovis Corinth wird Schüler von Otto Günther, einem "Genremaler", der typische Alltagsszenen einfängt.
1880  Lovos Corinth geht auf die Kunstakademie nach München.  
1882-1883  Für den Militärdienst unterbricht Corinth sein Studium. 
1883 Der französische Impressionist Edouard Manet stirbt in Paris. 
1884  Corinth studiert drei Monate in Antwerpen bei Paul Eugène Gorge. Mit seinem Gemälde „Das Komplott“ schafft er einen ersten großen Erfolg. Im Herbst tritt in die Académie Julian in Paris ein. 
1886  Im Sommer reist Corinth gemeinsam mit dem Maler Hans Olde an die Ostseeküste. Er widmet sich Landschaftsimpressionen und Porträts. 
1887-1888  Corinth kehrt nach Königsberg zurück. Bald daruf  zieht er nach Berlin, wo er u. a. den Malert, Bildhauer und Grafiker Max Klinger kennen lernt.
1890  Corinths Gemälde "Pietà"  wird beim Pariser Salon mit einer Auszeichnung geehrt.  
1891  Der Künstler zeiht wieder nach München. Im Asustellungsgebäude "Glaspalast"  zeigt er sein Gemälde des Diogenes. Das Ölbild zeigt den Philosophen in gewöhnlicher, gemeiner Pose, was Corinth harsche Kritik einbringt.
1892  Corinth schließt sich der der Künstlervereinigung der Münchener Secession an. 
1893  Nach internen Probleme der Künstlergruppe gründet Corinth die "Freie Vereinigung". 
1897  Corinth fertigt das Historienbild "Salome und das Haupt des Johannes" an. Als das Bild von der Jury der Münchner Secession zurückgewiesen wird, beschließt er München den Rücken zu kehren.
1900  Das Berliner Publikum honoriert die Vereinigung von antiker Thematik und moderner Maltechnik. Corinths Salome wird in Berlin bei der 2. Secessionsausstellung ein Erfolg. 
1901  Im Herbst zieht Lovis Corinth nach Berlin und wird Mitglied der Berliner Secession. Am 14. Oktober eröffnet er eine Malschule. Seine erste Schülerin ist die 21jährige Charlotte Berend, die ihm seitdem regelmäßig Modell steht. 
1903  Am 26. März heiratet Lovis Corinth seine Schülerin Charlotte Berend. 
1906-1925  Lovis Corinth arbeitet an seiner Autobiographie.
1908  Das Lehrbuch „Das Erlernen der Malerei“ von Lovis Corinth wird veröffentlicht.
1911  Corinth wird nach dem Rücktritt von Max Liebermann zum Vorsitzenden der "Berliner Secession" gewählt. Ein Schlaganfall im Dezember lähmt ihn halbseitig. 
1913  Die "Berliner Secession" zeigt eine große Corinth-Retrospektive mit mehr als 200 Ölgemälden. Nachdem eine Reihe von Mitglieder die "Berliner Secession" verlassen, bleibt Corinth als einziger bekannter Künstler der alten Secession verbunden. 
1917  Corinth malt ein Portrait von Großadmiral Alfred von Tirpitz, dem Organisator der Kaiserlichen Marine.
1918  Die Berliner Akademie der Künste verleiht Corinth den Professorentitel.
1919  Corinth erwirbt ein Grundstück in Urfeld am Walchensee in Bayern, wo er sich immer mehr zurückzieht.
1923  In Berlin werden die Werke von Max Liebermann, Lovis Corinths und Oskar Kokoschka gemeinsam ausgestellt.
1924  Corinth porträtiert den Reichspräsidenten Friedrich Ebert.
1925  Der Maler wird Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Künste und beendet sein letztes großes Werk „Ecce Homo“. Am 17. Juli verstirbt er auf dem Weg zu einer Studienreise nach Amsterdam an einer Lungenentzündung. Er wird in Berlin auf dem Waldfriedhof Stahnsdorf beigesetzt.
   
  Literatur:
Corinth Thomas: Lovis Corinth, Tübingen 1979; Zdenek Felix: Lovis Corinth. 1858-1925, Köln 1985.

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