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Utopia
Und wo möchten Sie leben... (24.7.10)

 

Marcus Tullius Cicero

106 v. Chr. Cicero kommt als Sohn eines römischen Ritters in dem kleinen Landstädtchen Arpinum zur Welt. Der römische Ritterstand kommt nach dem Senatorenstand. Mit den Rittern des Mittelalters hat er nur das Pferd als Fortbewegungsmittel gemeinsam.
91  Cicero kommt nach Rom. 
90 – 82 Juristische, rhetorische und philosophische Ausbildung in Rom, unterbrochen von kurzem Militärdienst. Im Jahr 82 errichtet Sulla in Rom eine Diktatur.
80
Erste große Gerichtsrede "Pro Sexto Roscio Amerino". 
79 – 77 Bildungsaufenthalt in Griechenland und Kleinasien.
75 Quaestor (Steuereintreiber) in Sizilien, wo er durch seine Mäßigung auffällt.
70
Cicero macht sich als Ankläger im Prozess gegen den der Korruption beschuldigten Politiker Verres in Rom einen Namen.
69 Cicero wird kurulischer Aedil und ein "Homo Novus", ein Aufsteiger in die Oberschicht. Der Begriff kennzeichnet aus der Perspektive der alteingesessenen Senatorenfamilien einen Emporkömmling.
66 Praetor (oberster Richter); In der Rede "De lege Manilia" tritt er für den Oberbefehl des Pompeius im Mithridatischen Krieg ein.
63
Als Konsul (oberstes Staatsamt) deckt Cicero die Verschwörung des Catilina auf. Er fordert in den "Catilinarischen Reden" das Todesurteil gegen die Catilinarier und setzt es durch.
61
Rückkehr des Pompeius aus Asien. Beginn der Agitation gegen Cicero.
59
Cicero verweigert den Anschluß an das Triumvirat (Bündnis von drei Herrschern) von Cäsar, Pompeius und Crassus.
58
Unter Clodius als Volkstribun erfolgt die Ächtung Ciceros, der für über ein Jahr ins Exil in die römische Provinz Makedonien geht (Rückkehr nach Rom am 4. September 57).
56
Die Erneuerung des Triumvirats auf der Konferenz von Luca bedeutet in gewisser Weise das Ende der von Cicero befürworteten "Libera Res Publica", der freien Republik. Cicero, dessen Wunsch es ist "immer der Erste zu sein und sich auszuzeichnen vor andern" steht im politischen Abseits.
55 – 51
Erste Phase der schriftstellerischen Tätigkeit: "De Oratore" (Vom Redner), "De Legibus" (Von den Gesetzen) und sein Hauptwerk "De Re Publica" (Vom Staat) entstehen.
51 - 50
Statthalterschaft in Kilikien, einer Provinz im Südosten von Kleinasien, der heutigen Türkei.
49
Nach der Überschreitung des Rubikon durch Cäsar beginnt der Römische Bürgerkrieg. Cicero schließt sich dem Lager von Pompeius an.
48
9. August: In der Entscheidungsschlacht bei Pharsalos in Griechenland siegt Cäsar über Pompeius. 
47
Cicero wird durch Caesar begnadigt und kehrt nach Rom zurück.
46 – 44
Cicero begint eine zweite Phase der schriftstellerischen Tätigkei. "Brutus", "Cato", "Orator" und weitere Reden entstehen. Philosophische Werke sind "Hortensius", "Academici Libri", "De Finibus Bonorum et Malorum" und die "Tuskulanen". Durch seine Werke und zahlreichen Briefe popularisiert Cicero die griechische Philosophie in Rom und macht sie in der lateinischen Sprache heimisch. 
45
Ciceros Tochter Tullia stirbt im Wochenbett.
44 – 43
Nach Caesars Ermordung übernimmt Cicero als Führer der Senatspartei eine führende Rolle im Kampf gegen Antonius. Die "Philippischen Reden" entstehen. Er geht ein Bündnis mit Octavian, dem späteren Kaiser Augustus gegen Antonius ein.
43 v. Chr.
7. Dezember: Nach der Proskribierung auf Betreiben von Antonius wird Cicero ermodert.
   
  Literatur:
Manfred Fuhrmann, Cicero und die römische Republik, Düsseldorf 1989; Marion Giebel, Cicero, rororo bildmonographien, Reinbek bei Hamburg 1977.

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