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Stuttgart21 ist Umweltschutz...
Muss mich schon wundern... (31.7.10) |
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Giordano Bruno |
| 1548 |
Geburt in Nola bei Neapel, Taufname Filippo. |
| 1562 |
Aufnahme eines
humanistischen Studiums (Logik,
Dialektik) an der freien Universität Neapel. |
| 1565
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Eintritt in den
Dominikanerorden San Domenico Maggiore
in Neapel. Annahme des Ordensnamens Giordano. |
| 1566
- 1569 |
Konflikte mit der Ordensleitung aufgrund von Äußerungen Brunos gegen Marienkult und Heiligenverehrung. Häresieverdacht. Audienz bei Papst Pius V. |
| 1572
- 1575 |
Priesterweihe. Studium
der Theologie in Neapel.
Abschlussarbeit ist eine Verteidigung der "Summa contra gentiles" des
Thomas von Aquin und der "Sentenzen" des Petrus Lombardus. |
| 1576
- 1578 |
Lektüre "verbotener" Schriften. Kritisch-ablehnende Haltung zur Inkarnationslehre. Bruch mit dem Orden. Flucht nach Rom, dann nach Noli in Ligurien. Bruno hält Privatvorlesungen. Reise durch Norditalien nach Genf. |
| 1579 | Immatrikulation an der
Genfer Universität,
Übertritt zum Calvinismus. Vorübergehende
Inhaftierung und Verwicklung in Schwierigkeiten wegen der Drucklegung
einer (verlorenen) philosophischen Streitschrift. |
| 1579
- 1582 |
Privatvorlesungen in
Toulouse und Paris. Die
verschollene Schrift "Clavis magna" (Der magische Schlüssel)
entsteht. Audienz bei König Heinrich III. von Frankreich.
Bruno verfasst eine Schrift zur Gedächtniskunst und eine
Komödie. |
| 1583
- 1586 |
Londonaufenthalt.
Einladung an den Hof Königin
Elisabeths. Bruno erregt Skandal an der Oxforder Universität
als Vertreter des Weltbildes des Astronomen Kopernikus.
Dialoge zur Kosmologie,
Moralphilosophie und Erkenntnistheorie mit Titeln wie "Von der Ursache,
dem Prinzip und dem Einen", "Das Aschermittwochsmahl", "Vom
Unendlichen, dem Universum und den Welten" entstehen. Im November 1585
kehrt Bruno nach Paris zurück. Nach Brunos Auffassung gibt es eine Vielzahl bewohnter Welten. Das Universum ist unendlich, da es ein Spiegelbild Gottes ist. |
| 1585
- 1586 |
Giordano Bruno setzt sich in seiner Vorlesung "Figuratio Aristotelici physici auditus" kritisch mit der Physik von Aristoteles auseinander. Seine Thesen führen zum Eklat. Bruno flieht nach Deutschland, erreicht Marburg, wo er sich vergeblich um Lehrerlaubnis bemüht. Einschreibung an der Universität Wittenberg. Verschiedene Schriften sowie vermutlich der Aristoteles-Kommentar "Libri physicorum Aristotelis explanati" entstehen. |
| 1588 | "Camoeracensis
Acrotismus". Bruno hält die
berühmte Abschiedsrede "Oratio valedictoria". Abreise nach
Prag. Bemühung um Aufnahme am Hofe
Kaiser Rudolf II., "Articuli centum et sexaginta adversus huius
tempestatis mathematicos" (160 Thesen gegen die Mathematiker). Abreise
nach Helmstedt und Lehrtätigkeit an der Academia Julia.
Schriften zur Magie. |
| 1590
- 1591 |
In Frankfurt bereitet
Bruno die Drucklegung von
verschiedenen Schriften vor. In Zürich hält er
Privatvorlesungen. In Frankfurt erscheint das Werk "De imaginum,
signorum et idearum compositione" (Struktur der Bilder, Zeichen und
Ideen). Giovanni Mocenigo holt Bruno nach Venedig.
Vorlesungen in Padua; vergebliche Bewerbung um einen
Universitätslehrstuhl. |
| 1592
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Venedig. Denunziation
und Gefangennahme
(Ketzereibezichtigung) auf Initiative Mocenigos. Prozess. |
| 1593
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Auslieferung nach Rom.
Fortsetzung des
Inquisitionsprozesses und der Verhöre über die
folgenden Jahre. |
| 1600
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Indizierung als Ketzer
und Verurteilung zum Tod auf dem
Scheiterhaufen. Am 17. Februar öffentliche
Urteilsvollstreckung auf dem Campo dei fiori in Rom. |
| Literatur: Eusterschulte, Anne: Giordano Bruno. Hamburg 1997 Elser, Michael (Hrsg.): Enzyklopädie der Philosophie, Augsburg 1992 |