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Aphorismen
„Nicht wie der Wind... (10.3.10)

 

 

Aristoteles

399 v. Chr.
Der Philosoph Sokrates trinkt in Athen den Schierlingsbecher.
384
Aristoteles kommt in Stagira an der Ostküste der Halbinsel Chalkidiki als Sohn des Arztes Nikomachos und der Phaistis zur Welt.
367
Eintritt in die Akademie von Platon, dem Schüler des Sokrates
356
Geburt von Alexander, der später Alexander dem Große genannt wird
347
Nach dem Tod seines Lehrers Platons zieht Aristoteles zu seinem ehemaligen Mitschüler Hermias nach Assos an der kleinasiatischen Küste vor. Er heiratet dessen Adoptivtocher Pythia.
345
Aristoteles betreibt Forschungen auf der Insel Lesbos, der Heimat von Theophrast. Dieser wird später die Leitung von Aristoteles' Schule übernehmen.
343/42
Aristoteles wird Erzieher von Philipps Sohn Alexander am makedonischen Hof in Pella.
338
Niederlage der Athener gegen das makedonische Heer in der Schlacht von Chaironeia.
336
Nach der Ermordung Philipps II. tritt Alexander die Nachfolge auf dem makedonischen Thron an.
ab ca. 334
Aristoteles begibt sich nach Athen und gründet mit Unterstützung des Statthalters Antipater seine eigene Schule, das Peripatos, nachdem er zuvor am Lykaion lehrte, wo wohl die "Nikomachische Ethik" entsteht. Die Schrift ist neben der "Ethica Eudemeia" die erste umfassende wissenschaftliche Abhandlung der Ethik. Aristoteles legt dar, dass alles nach einem Gut strebt. Für den Menschen ist das Glück das höchste Gut. Es wird wesentlich durch den Verstand erreicht, setzt aber die Tugenden und äußere Bedingungen wie Gesundheit und Besitz voraus. Aristoteles unterstreicht, dass das Ziel der Ethik nicht Erkenntnis, sondern das Handeln ist. 
Aristoteles gilt neben Platon der bedeutendste Philosoph der Antike. Während sich Platons Denken an der Welt der Ideen orientiert, ist Aristoteles der Philosoph der Erfahrungen. Eine von den erfahrenen, "empirischen" Dingen abgetrennte Realität lehnt er ab und beschäftigt sich mit Disziplinen wie Physik, Biologie, Zoologie, Botanik und Poetik. Die Wirkungsgeschichte der Aristotelischen Philosophie ist kaum überschaubar; vor allem während des Mittelalters sah man in ihm "den Philosophen" schlechthin. Die von Albertus Magnus mit begründete Scholastik beruft sich Aristoteles als geistige Quelle.
Den Kern des Aristotelischen Werks bildet die sogenannte Erste Philosophie, die später  "Metaphysik" genannt wird. Ebenso einflußreich ist seine Logik. Die unter der Sammelbezeichnung "Organon" (Werkzeug) zusammengefassten logischen Schriften gelten lange als nicht mehr verbesserungsfähig. Das "Organon" (Werkzeug) umfasst u. a. "Categoriae" (Grundbegriffe), "Analytica priora" (Schlüsse), "Analytica posteriora" (Beweis, Definition) und "Topica" (dialekt. Schlüsse). Er verfasst auch naturwissenschaftliche ("Physik", "Meteorologica", "Historia animalium" u. a.), ethische ("Nikomachische Ethik", "Politik" u. a.) und ästhetische Schriften ("Poetik", Rhetorik"). Allgemein ist es das Verdienst des Aristoteles, die Philosophie, die bis dahin als universale Einheitswissenschaft galt, in einzelne Disziplinen unterteilt zu haben. Von ihm stammt der Satz: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile."
323 Der Makedone Alexander der Große stirbt. Als angeblicher Makedonenfreund muss Aristoteles im Gefolge antimakedonischer Unruhen Athen verlassen. Er flieht nach Chalkis auf Euboia.
322  Aristoteles stirbt im Haus seiner Mutter auf Euboia an einem Magenleiden. Neuer Leiter (Scholarch) des Peripatos wird von sein Schüler Theophrast von Eresos.
   
  Literatur:
Röd, Wolfgang: Der Weg der Philosophie, Band 1, München 1994; Zemb, Jean-Marie: Aristoteles. rororo bildmonographien. Reinbek bei Hamburg 1961.

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