| aphilia
- Theologie aphilia - Pädagogik |
Anm. zu Luther 'sola scriptura...
Wie leicht haben es dagegen... (29.7.10) |
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Albertus Magnus |
| um
1200 |
Albert, Sohn Markwards von Lauingen, vermutlich aus staufischem Dienstadel, wird im schwäbischen Lauingen an der Donau geboren. |
| 1222 |
Albertus Magnus weilt im italienischen Padua, wahrscheinlich zum Studium der Rechte und der
Schriften des griechischen Philosophen Aristoteles. Im
nächsten Jahr Eintritt in den Dominikanerorden, Noviziat und theologische
Studien vermutlich in Köln. |
| nach
1233 |
Er lehrt in den Konventen zu Hildesheim,
Freiburg im Breisgau, Regensburg und Straßburg. |
| 1245 |
Alberus Magnus in Paris, diese
Zeit der Aristotelesrezeption ist für seine wissenschaftliche
Ausbildung entscheidend, es entstehen eine Reihe von frühen
Schrifte. Doktorgrad und der Magister in Theologie. |
| 1248 |
Albertus Magnus ist Leiter des Studium Generale seines Ordens in Köln. |
| 1249 |
Abschluss des
umfangreichen, in Paris begonnenen Kommentars zu den Sentenzen
des Petrus Lombardus, in Zusammenhang damit die Quaestiones Theologiae,
ebenso die Kommentare zu den Schriften des Pseudo-Dionysius Areopagita.
Erste abendländische Vorlesung über die
neuübersetze Nikomachische Ethik des Aristoteles. Er nimmt die Kommentierung des gesamten Werkes des Aristoteles in
Angriff, sie ist wohl in den sechziger Jahren abgeschlossen. Besonders
zu nennen sind die logischen und die naturwissenschaftlichen Schriften,
die Albertus Magnus zu einem der ersten kritischen Naturwissenschaftler machen
und sich nicht auf Aristoteles beschränken. |
| 1252 |
Erster Schiedsspruch von Albertus Magnus zwischen dem Kölner Erzbischof und der Kölner
Bürgerschaft. |
| 1254-57 |
Albertus Magnus ist der
Provinzialprior der deutschen Ordensprovinz. |
| 1256 |
Er verteidigt
zusammen mit Thomas
von Aquin die Bettelorden gegen Wilhelm
von Saint Amour, des Hauptvertreters der Partei, die auf Ausschluss der
Bettelmönche von der Pariser Universität drang.
Disputation gegen die Anhänger der Lehre von Averroes,
die "Averroisten". Aus ihr entsteht später "De
unitate intellectus". |
| 1257-60 |
Arbeit als Lektor in
Köln, in den nächsten Jahren dürften die
Kommentare zu den biblischen Schriften entstanden sein. |
| 1258 |
Albertus Magnus ist wieder maßgeblich an einem Schiedsspruch zwischen dem Erzbischof und der
Stadt Köln beteiligt (sogenannter Großer
Schied). |
| 1260-62 |
Papst Alexander IV.
ernennt ihn gegen den Widerstand des Ordens zum Bischof von Regensburg.
Albertus Magnus ordnet die zerrütteten Verhältnisse des
Bistums, bittet aber im nächsten Jahr, während er in Italien weilt, um
Entbindung von dem Amt, die ihm Papst Urban IV. 1262
gewährt. Albert kehrt unter die Jurisdiktion seines Ordens
zurück, darf aber seine Einkünfte behalten. |
| 1263 |
Urban IV. beauftragt
Albertus Magnus als Legat in Deutschland und Böhmen mit der
Kreuzzugspredigt. In den nächsten Jahren
ist er ständig auf Reisen um kirchliche Streifälle zu
schlichten. Außerdem weiht er Kirchen und Altäre und
verleiht
Ablässe, 1264 im Dominikanerkloster in
Würzburg, 1267 im Dominikanerkloster
in Straßburg. |
| 1269 |
Eine weitere Berufung
nach Paris lehnt Albertus Magnus wegen Altersbeschwerden (Erblindung) ab. Er
geht nach Köln zurück, wahrscheinlich entstehen jetzt seine bedeutenden theologischen Werke, unter anderem die "Summa
Theologiae". |
| 1274 | Albertus Magnus tritt auf dem 2. Konzil von Lyon für die Anerkennung des Rudolf von Habsburg als deutschem König ein. |
| 1280 |
Am 15. November stirbt
Albertus Magnus. Er wird in der Ordenskirche vom Hl. Kreuz beigesetzt, nach der
Zerstörung der Kirche 1804 in St. Andreas in Köln,
die Hirnschale in der Stadtpfarrkirche zu Lauingen. Die Entstehung des
Ehrentitels Magnus ist nicht bekannt. Nach regionaler Verehrung
erfolgt die Seligsprechung durch Papst Gregor XV. 1622. Die Heiligsprechung und
Ernennung zum Kirchenlehrer erfolgt durch Papst Pius XI. 1931. |
| Mit seinen
umfangreichen Kenntnissen in Naturwissenschaften, Medizin und
Philosophie gehört Albertus Magnus zu den Univeralgelehrten.
Die Philosophie des Aristoteles benutzte
er zur Begründung des kirchlichen Dogmas.
Dabei geht er auf den wirklichen Aristoteles zurück,
was
die Kritikfähigkeit gegenüber vorgefassten Dogmen
beinhaltet.
Allerdings stützte er sich auch die spätantike
Rezeption des Philosophen Platon,
den Neuplatonismus. Seine naturwissenschaftlichen Schriften
und der kritische Geist der in ihnen weht machen ihn zum bedeutendste
Naturwissenschaftler des Mittelalters. Zu nennen ist auch seine
Tätigkeit als Schlichter und Bischof. |
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| Literatur: Ingrid Craemer-Ruegenberg, Albertus Magnus, München 1980, überarbeitete Neuauflage Leipzig 2005; Ludger Honnefelder (Hrsg.):, Albertus Magnus und die Anfänge der Aristoteles-Rezeption im lateinischen Mittelalter, Münster 2005. |