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**Sehr geehrte... (17.1.12) |
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Alfred Adler |
| 1870 | Am 7. Februar 1870 erblickt Alfred Adler in Wien das Licht der Welt. Seine Eltern waren der Getreidehändler Leopold Adler und Pauline Beer. Alfred hatte sechs weitere Geschwister. |
| 1879 - 80 | Während dieser Jahre besucht der Alfred Adler erst das Leopoldstädter Realgymnasium und im Anschluss darauf das Sperlgymnasium. |
| 1888 | Nach dem Erlangen des Abiturs am Hernalser Humanistischen Gymnasium, welches er seit 1880 besucht hatte, immatrikuliert sich Alfred Adler an der Wiener Universität, um dort Medizin zu studieren. Vorlesungen zu Psychiatrie belegt er dort nicht. |
| 1892 |
Freiwillig und auf eigene Kosten leistet er ein halbes Jahr lang Militärdienst beim ungarischen Heer. |
| 1895 | Promotion zum Dr. med. Alfred Adler macht eine Ausbildung zum Augenarzt, später zum Internisten und Neurologen. |
| 1896 | Das zweite Halbjahr der eigentlich einjährigen Militärverpflichtung wird abgeleistet. In Preßburg, wo Adler stationiert ist, betätigt er sich als Assistent und Stellvertreter des Regimentsarztes. |
| 1897 | Während des Studiums engagiert Adler sich in sozialistischen Studentengruppen und lernt dort die Russin Raissa Timofejeva Epstein kennen. 1897 heiraten sie in Moskau. Aus dieser Ehe sollten vier Kinder hervorgehen. |
| 1900 | Alfred Adler eröffnet seine Privatpraxis in Wien. |
| 1902 |
In Wien begegnet er Sigmund Freud und nimmt an dessen Mittwochsgesellschaft teil, die regelmäßig Diskussionsabende pflegt. |
| 1907 | Die Schrift »Studie über die Minderwertigkeit von Organen« erscheint. Sie wird die Grundlage für Adlers Verständnis der menschlichen Antriebe. |
| 1911 | Adler bricht mit Sigmund Freud, nachdem er in »Zur Kritik der Freudschen Sexualtheorie des Seelenlebens« öffentlich grundlegende Zweifel an dessen Theorien geäußert hat. Er gründet den »Verein für freie Psychoanalyse«, später umbenannt in »Verein für Individualpsychologie«. |
| 1912 |
In diesem Jahr erscheint »Über den nervösen Charakter«. Adlers Versuch misslingt, sich mit dieser Schrift zu habilitieren. |
| 1913 | »Heilen und Bilden« erscheint in der Erstauflage. |
| 1914 |
Zusammen mit Carl Furtmüller ist Alfred Adler Begründer der »Internationalen Zeitschrift für Individualpsychologie«. |
| 1914 - 18 | Alfred Adler betätigt sich im Ersten Weltkrieg als Militärarzt in Krakau, Brünn und Wien. |
| 1920 | Er beginnt seine Tätigkeit am Pädagogium der Stadt Wien, wo zukünftige Lehrer ausgebildet werden. |
| 1924 | Alfred Adler unternimmt Vortragsreisen, die ihn durch ganz Europa und später rund um die Welt führen werden. |
| 1927 | »Menschenkenntnis« erscheint, hervorgegangen aus Vorlesungen an der Volkshochschule Wien. |
| 1932 | Die Stadt Wien zeichnet ihn durch Bürgermeister Seitz am 14. Januar als Bürger von Wien aus. Ungeachtet dessen erkennt Adler die Bedrohung durch den Nationalsozialismus und übersiedelt nach New York. |
| 1933 | Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten kommen Alfred Adlers Publikationen auf die Liste der verbotenen Bücher. |
| 1935 | Frau Raissa und die Kinder übersiedeln nach anfänglichem Zögern ebenfalls nach New York. Die amerikanische Ausgabe des »International Journal of Individual Psychology«, gegründet von Adler, wird erstmals verlegt. |
| 1937 | Am 28. Mai stirbt Adler auf einer seiner vielen Vortragsreisen im schottischen Aberdeen. Seine Individualpsychologie bildet neben der Psychoanalyse von Sigmund Freud und der Logotherapie von Viktor E. Frankl eine der drei "Wiener Schulen" der Psychotherapie. Weitere bedeutende Persönlichkeiten der Gründungsphase der Psychoanalyse sind C.G. Jung und Wilhelm Reich. |
| Literatur: Rattner, Josef: Alfred Adler mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. 10. Auflage, Hamburg 1997. |